Magdeburg l „Die Verwaltung sagt immer nur, was nicht geht“, sagt Thomas Opp, Vorsitzender der Bürger für Stadtfeld e. V. in Magdeburg, und spricht von „Ideenarmut“. Konstruktive Lösungsvorschläge würde es nicht geben. Grund für seinen Ärger ist eine Stellungnahme des Baubeigeordneten Dieter Scheidemann. Thema: der barrierefreie Ausbau der stadteinwärtigen Straßenbahnhaltestelle am Olvenstedter Platz.

Dieser sollte nach Wunsch der Anwohner zeitnah und deshalb provisorisch wie am Adelheidring erfolgen. Innerhalb kürzester Zeit war dort für 40.000 Euro die Fahrbahn angehoben worden, um den Zustieg zur Bahn zu erleichtern. Stadtrat Klaus Kutschmann (CDU/BfM) hatte einen entsprechenden Antrag gestellt.

Wunsch nach einer Vor-Ort-Begehung

„Wir haben das Thema auch wiederholt in der Gemeinwesenarbeitsgruppe diskutiert“, berichtet GWA-Sprecher Stephan Bublitz. Zuletzt wurde der Wunsch bei einer Vor-Ort-Begehung geäußert. Der Beigeordnete sieht in seiner Stellungnahme jedoch keine Möglichkeit für eine schnelle Umsetzung. Stattdessen empfiehlt er den Fahrgästen den Weg zur Haltestelle am Europaring.

Für ältere Menschen kein guter Rat, finden die beiden Magdeburger. Sie fordern von der Verwaltung Lösungen für das Problem. So hatte Scheidemann unter anderem argumentiert, dass die Fahrbahn nicht wie am Adelheidring angehoben werden könne, weil dann nicht mehr zwei Busse im Gleisbereich aneinander vorbeipassen würden. Dabei sei das doch gar nicht nötig, meint Stephan Bublitz und schlägt vor, dass der Bus in Richtung stadteinwärts einfach vor oder hinter der Erhebung halten könnte.

Die Haltestellenfrage soll nun bei der nächsten Sitzung des Bauausschusses diskutiert werden.