Magdeburg l Sie „parken“ an Sitzbänken, Bäumen und Straßenlaternen: Überall am Universitätsplatz in Magdeburg sind Fahrräder da angeschlossen, von wo sie nicht so leicht weggetragen werden können. Die Möglichkeiten ein Fahrrad an dafür vorgesehene Fahrradbügel abzustellen, sind dahingegen eingeschränkt.

Nicht nur am Universitätsplatz, sondern in vielen Bereichen der Magdeburger Innenstadt gibt es einen erhöhten Bedarf an Fahrradanlehnbügeln. Zu diesem Ergebnis kam kürzlich auch eine Prüfung der Stadtverwaltung, die auf Anfrage des Stadtrates durchgeführt wurde.

22 neue Fahrradbügel am Uniplatz

„In den vergangenen drei Jahren wurden unter anderem durch die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft Fahrradabstellanlagen bereits verstärkt Investitionen zur Verbesserung der Fahrradanlehnbügelbilanz innerhalb der Landeshauptstadt Magdeburg getätigt, um dem erhöhten Bedarf zu begegnen“, heißt es in der Stellungnahme. So wurden im südlichen Bereich des Universitätsplatzes zwischen dem Theater und dem Konversatorium bereits 22 Fahrradanlehnbügel aufgestellt.

Die Stadt beabsichtige in diesem Jahr außerdem deren Anzahl am Theater um 20 weitere zu erhöhen. „Ebenso laufen derzeit die Planungen in dem westlichen Bereich des Universitätsplatzes, vor dem Medizinischen Versorgungszentrum und parallel der Walther-Rathenau-Straße jeweils circa 20 Fahrradanlehnbügel zu installieren“, so die Stadtverwaltung. Ziel der Fertigstellung sei Ende April 2020.

Bedarf am Hassel und Festung Mark

Handlungsbedarf sieht auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Magdeburg. „In der Stadt gibt es mehrere Hotspots, wo es gut wäre, Fahrradbügel anzubringen. Der Uniplatz gehört ohne Frage dazu“, bestätigte Norman Dreimann, Vorsitzender des ADFC Magdeburg. Als weitere Orte, an denen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder fehlen würden, nannte er den Hasselbachplatz und die Festung Mark. „Bei Veranstaltungen werden die Fahrräder unten auf der gesamten Wiese verteilt“, schilderte Dreimann.

Generell müsste an allen Veranstaltungsorten, öffentlichen Einrichtungen und Schulen der Stadt überprüft werden, ob genügend Abstellmöglichkeiten gegeben seien. Häufig sei dies nämlich nicht der Fall.