Magdeburg l Etwa 50 Zentimeter tief ist das Wasser im Hafenbecken, in dem etliche Boote liegen, deren Kapitäne auf steigendes Wasser hoffen, damit sie den Hafen verlassen können. Und das Wasser blühe wie ein Teich. "Aktuell kommen wir nicht raus", sagt Vorsitzender Holger Beierke am Rande des Richtfestes, das nunmehr für das neue Vereinsgebäude stattfand. Das Gebäude wird errichtet, weil das alte Domizil beim Hochwasser 2013 so stark beschädigt wurde, dass es nicht mehr nutzbar war.

Fünf Jahre später liegen die Wassersportler nun auf dem Trockenen. Das Hafenbecken auszubaggern und tiefer zu legen, würde eine enorme Summe kosten. Etwa 200.000??Euro würden allein die entsprechenden Bauarbeiten kosten, erzählt Beierke. Hinzu kämen die Kosten für die Entsorgung des Schlammes.

Betrieb ist sehr eingeschränkt

Der Betrieb sei aufgrund des niedrigen Wassers sehr eingeschränkt, auch im touristischen Bereich, erzählt er, "die Camper und Touristen auf dem Elberadweg beleben das Gelände noch ein wenig." Weitere Boote lägen in Plaue fest. Auch dort verfügt der Verein über eine Wassersportanlage. Die Schleuse Wusterwitz, über die die Schiffe von dort aus in Richtung Magdeburg fahren, sei seit Montag wegen Bauarbeiten geschlossen. Das Training für die Kinder und Jugendlichen findet auf dem Salbker See II statt.

Dass das Elbewasser so niedrig fallen würde, sei zunächst nicht abzusehen gewesen. Außerdem kämen viele Wassersportfreunde nicht aus Magdeburg oder würden in anderen Städten arbeiten, so dass ein schnelles Reagieren nicht immer möglich sei.

Eröffnung Mitte Dezember geplant

Ein Ereignis, das freudiger stimmt als das Niedrigwasser ist dagegen das Richtfest. Die Arbeiten lägen im Zeitplan, berichtete Beierke. Als Termin für die Eröffnung ist der 15.??Dezember anvisiert. Das Gebäude steht auf Pfeilern, so dass bei einem neuerlichen Hochwasser das Gebäude nicht in Mitleidenschaft gezogen werden dürfte.

Der Verein zählt derzeit mehr als 300 Mitglieder und ist damit einer der größten Wassersportvereine in Sachsen-Anhalt.




Slider: Anja Guse