Magdeburg l Besucher der Studentenwohngemeinschaft in der Alemannstraße in Magdeburg staunen nicht schlecht. Grund dafür ist der 1,50 Meter großer Weihnachtsbaum aus Flaschen eines Spirituosenherstellers aus Niedersachsen. Mit viel Schweiß, Holz und Heißkleber und nach acht Stunden Arbeit stand der außergewöhnliche Weihnachtsbaum endlich.

„Mehr als ein Jahr lang haben wir immer wieder auf Partys nach den Flaschen gefragt und die ein oder andere natürlich auch selbst getrunken“, erklärte Lukas Weber, einer der kreativen Köpfe hinter dem Weihnachtsbaum. „Unser Dank gilt natürlich auch unseren Freunden, die uns tatkräftig beim Entleeren der Flaschen unterstützt haben“, ergänzt Jonas Foitzik.

Die zwei WG-Bewohner zogen vor etwa zwei Jahren nach Magdeburg. Ursprünglich kommen beide aus Rostock. Sie studieren an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau im dritten Semester, daher wohl auch das handwerkliche Geschick der 20-Jährigen.

Acht große und 182 kleine Flaschen

„Die Idee entsprang im letzten Jahr in der Vorweihnachtszeit, wo wir einen Adventskranz mit Bier statt Kerzen hatten. Da beschlossen wir, nächstes Mal etwas Größeres zu bauen“, fügten beide hinzu. Der Weihnachtsbaum umfasst immerhin acht große und 182 kleine Flaschen eines Kräuterlikörs.

Zusammengenommen sind das knapp zehn Liter, die geleert wurden. Lachend erklären beide: „Der Baum hat nur Vorteile, er nadelt nicht, macht keinen Dreck, hält hoffentlich Jahre und kann natürlich noch erweitert werden.“ Auf die Frage, ob der Baum denn nach Weihnachten im Keller verstaut wird, wussten beide schnell die Antwort. „Im Frühling hängen wir einfach Ostereier dran, dann ist es ein Vierjahreszeitengewächs.“ Irgendwie praktisch, so ein Flaschenbaum.