Magdeburg l Entwürfe für die Umgestaltung des Alten Marktes werden am 5.  September 2019 im Magdeburger Rathaus präsentiert. Nach einem öffentlichen Kolloquium, bei dem auch Bürger zu Wort kamen, war ein Ideenwettbewerb ausgelobt worden. Mehrere Unternehmen konnten Entwürfe erstellen. Diese werden nun präsentiert. Die Bürger können sich die Entwürfe aber nicht nur anschauen. Im Anschluss an die Vorstellung kann darüber diskutiert werden. Die Meinungen werden in die Entscheidung des Preisgerichts einbezogen.

Um 18 Uhr geht es los

Einlass für alle Interessenten ist ab 17 Uhr im Rathaus. Um 18  Uhr wird der offizielle Teil eröffnet und zunächst Hintergründe zum Wettbewerb erklärt. Anschließend werden die einzelnen Entwürfe noch einmal von Andrea Ziegenrücker von den PSL-Landschaftsarchitekten vorgestellt. Um 19  Uhr wird die Diskussion beginnen. Die Veranstaltung endet voraussichtlich gegen 19.30  Uhr.

In dem Gremium, das über die Entwürfe entscheidet, sitzen Vertreter der Stadt, aber auch Experten aus Berlin, München, Dresden und Weimar. Eine längerfristige Debatte wird es nicht geben, hatte Heide Grosche als Stadtplanerin bereits nach dem Kolloquium im März angekündigt. „Es handelt sich um ein Fachverfahren. Die Regularien müssen eingehalten werden“, hatte sie damals begründet. Die Stadt habe sich mit dem Zugeständnis, die Entwürfe einen Tag vor der Preisrichterentscheidung zu zeigen, bereits „weit aus dem Fenster gelehnt“. Zudem seien die Ergebnisse aus dem Bürgerkolloquium in die Ausschreibung eingeflossen.

Barrierefreie Oberfläche steht im Vordergrund

Der Alte Markt soll wieder zur „guten Stube“ der Stadt werden. Deshalb hatte die Stadt den Wettbewerb ausgelobt. Da es sich um ein Realisierungsverfahren handelt, wird der beste Entwurf auch umgesetzt. Wann dies geschieht, hängt davon ab, wann der Stadt das entsprechende Geld zur Verfügung steht.

Vordergründiges Ziel des Wettbewerbes ist die Oberflächengestaltung des Alten Marktes. Ziel ist, eine einheitliche, barrierefreie Fläche herzustellen, damit niemand vom Marktgeschehen ausgeschlossen wird. Das Marktwesen soll gestärkt werden, indem die Versorgungsleitungen für Markthändler verbessert werden. Der Magdeburger Reiter und der Roland sollen an ihren jetzigen Standorten bleiben. Der Eulenspiegelbrunnen kann versetzt werden. Zudem sollte eine Halterung für einen Mai- beziehungsweise Weihnachtsbaum integriert werden. Ausdrücklich erwünscht waren begrünende Elemente. Sie dürfen jedoch den Marktbetrieb nicht einschränken. Radfahrer sollten die Möglichkeit haben, den Markt zu nutzen und auch zu befahren. Einen gesonderten Radweg sollte es aber nicht geben. Einbezogen war in das Wettbewerbsgebiet nicht nur der Alte Markt, sondern auch der Platz an der Hauptwache sowie der Platz an der Hartstraße.

Nun dürfen die Magdeburger gespannt sein, was die Teilnehmer des Wettbewerbes aus all den Vorgaben entwickelt haben. Um die Jury nicht zu beeinflussen, dürfen an dem Abend keine Fotos von den Entwürfen gemacht und auch keine Informationen nach außen getragen werden, teilt die Stadtverwaltung mit.