Magdeburg l Unangemeldeter Besuch machte es sich in der Nacht zum 23. Oktober 2018 auf dem Gelände der Galopprennbahn im Herrenkrug in Magdeburg bequem. Die ungebetenen Gäste hinterließen dabei die Pferderennbahn nicht so, wie sie es vorgefunden hatten.

Eine Rotte von Wildschweinen hatte in einer Nacht- und Nebelaktion das Geläuf regelrecht umgepflügt und war dann spurlos wieder verschwunden. Für Vereinspräsident Heinz Baltus war dieser Vorfall höchst abenteuerlich. „So etwas passiert wirklich sehr selten und das ausgerechnet vor dem letzten Renntag“, resümierte er gegenüber der Volksstimme.

Wildschweine verwüsten Rennbahn

Nahezu die gesamte Bahn sei durch die Nacht- und Nebelaktion beschädigt worden. „Das betrifft den Biederitzer Bogen, den Einlauf, genauso wie den Zielbereich“, so der Vereinspräsident. Auf Facebook warfen zwei Nutzer dem Rennverein unverantwortliches Verhalten vor, was jedoch sofort entkräftet werden konnte. Man sei nicht erst seit gestern im Geschäft. Man wisse, wie man mit dem Problem nun umgehen müsse, hieß es prompt in dem sozialen Netzwerk.

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Bereits am Dienstag fingen die Mitglieder des Magdeburger Rennvereins an die Bahn wieder herzurichten. „Die komplette Grasnarbe musste erneuert werden“, so Jens Hitzeroth, technischer Leiter des Vereins. Außerdem sei dann mit schwerem Gerät das Geläuf abgewalzt worden.

Sicherheitsdienst in den Nachtstunden

Doch wie will der Verein nun verhindern, das erneut kurz vor dem Rennen Wildschweine ihr Unwesen treiben? „Wir haben das Sicherheitsunternehmen PKS Kannenberg beauftragt, in den Nachtstunden für die Sicherheit der Rennbahn zu sorgen“, erklärt Hitzeroth weiter. Die Sicherheitsexperten seien dann zwischen 23 und 6 Uhr mit einem Golfkart auf Streife. Sollten sich die Wildschweine wieder blicken lassen, würden diese, zum Beispiel mittels starker Scheinwerfer, vertrieben werden. Der Einsatz des Sicherheitsunternehmens sei bis zum Renntag am 31. Oktober 2018 angesetzt.

Besagtes Rennen, welches am Mittwoch steigt und den Saisonabschluss bildet, ist mit 37.000 Euro dotiert. 130 Pferde sind derzeit gemeldet, jedoch entscheidet sich erst am Montag, wer im Herrenkrug starten darf. Das Rennen startet um 11.30 Uhr.