Magdeburg l Die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 268-6 „Steindamm“ wird im August 2018 eines der Themen, denen sich der Stadtrat Magdeburg nach seiner Sommerpause widmet. Mit dem sogenannten B-Plan soll Baurecht für einen individuellen Wohnungsbau am Steindamm geschaffen werden.

Ein Magdeburger Investor will das Gebietzu Wohnzwecken erschließen. Bei einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 800 Quadratmetern könnten dort weitere 20 Einzelhäuser mit jeweils maximal zwei Wohneinheiten entstehen.

Aus Landwirtschaft soll Bauland werden

Im Flächennutzungsplan ist dieses Gebiet bislang als landwirtschaftliche Nutzfläche dargestellt. Der Flächennutzungsplan der Stadt Magdeburg müsste dementsprechend angepasst werden.

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Die Magdeburger Stadtverwaltung hat hierzu keine Bedenken, da es sich bei dem rund zwei Hektar großen Grundstück um eine zu fast 100 Prozent versiegelte Gewerbebrache handelt. „Eine Umwandlung zu einer landwirtschaftlichen Nutzfläche ist bei der vorhandenen Bebauung und Versiegelung unwahrscheinlich. Allerdings würde eine Wohnbebauung der Gewerbebrache den Leitlinien für die Entwicklung von Einfamilienhausgrundstücken (EFH) in Ostelbien entsprechen“, heißt es in der Aufstellung des Bebauungsplanes. Die Leitlinien sehen vor, dass hochversiegelte Konversionsflächen auf ihre Eignung als Einfamilienhaus-Standorte geprüft werden können.

Verkehrsprobleme in Ostelbien

Die Mindestgrundstücksgröße von 800 Quadratmetern und die Beschränkung auf höchstens zwei Wohneinheiten pro Einzelhaus sind laut Stadtverwaltung dem Hochwasserschutz sowie dem begrenzten Belastungspotenzial der vorhandenen Infrastruktur, hier insbesondere der Verkehrsproblematik in Ostelbien, geschuldet.

Von einer Umweltprüfung und einem Umweltbericht werde abgesehen.

Investor zahlt für Erschließung

Der Investor übernimmt die Kosten für die Planung und Erschließung.