Magdeburg l Wer grad keine Lust auf Elefanten-Gucken hat, sich aber dennoch im Zoo Magdeburg im Africambo II aufwärmen will, kann ja mal kurz bei den Kapwaranen vorbeischauen. Meist liegen die zwei Echsen ganz ruhig auf einem warmen Stein, bewegen sich kaum - geschützt in einem Terrarium. Für die Besucher, die sich an der Scheibe die Nase platt drücken, interessieren sich die faszinierenden Tiere überhaupt nicht.

Einmal fressen, tagelang satt sein

Acht Jahre sind die zwei männlichen Kap- oder auch Weißkehlwarane im Zoo Magdeburg alt. Obwohl sie sehr plump und träge erscheinen, könnten sie bei der Nahrungssuche bis zu fünf Kilometer zurücklegen. Das ergaben Studien im Freiland. Sind die Tiere aber erst einmal satt, vergehen Tage oder sogar Wochen, bis sie wieder fressen müssen.

Auf dem Speiseplan stehen alle Tiere, die Warane selbst überwältigen können und die sie züngelnd ergreifen. Im jungen Alter machen sie vor allem Jagd auf Insekten. Später fallen sie auch über Vögel, Kleinsäuger, Schlangen und Echsen her. Auch Aas wird nicht verschmäht.

Kapwarane sind exzellente Kletterer

Warane sind meistens auf dem Boden unterwegs. Mit ihren scharfen Krallen können sie in harter, trockener Erde graben. Doch Achtung: Kapwarane sind auch exzellente Kletterer. Allerdings sind sie im Gegensatz zu anderen Waranen keine guten Schwimmer. Sie meiden Gewässer eher.

Übrigens: Im Zoo Magdeburg wurden die Warane auch mal zum Übungsobjekt für den Tierrettungsdienst der Feuerwehr. Mit großen dicken Handschuhen versuchten die Helfer, die Tiere einzufangen, um dies auch mal im Notfall, beispielsweise in einer Wohnung oder bei entlaufenen Tieren, übernehmen zu können.

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