Oebisfelde l Für eine deutliche Anhebung des Verwarngeldes bei nicht ordnungsgemäßer Entsorgung von tierischen Hinterlassenschaften hat sich der Ordnungs- und Wirtschaftsausschuss in der vergangenen Sitzung im Oebisfelder Rittersaal ausgesprochen. Statt wie bislang je Einzelfall von fünf bis 15 Euro, sollen nun 30 Euro für den Besitzer des Tieres fällig werden. Im Wiederholungsfall soll der Verstoß gegen die Gefahrenabwehrverordnung der Einheitsgemeinde Stadt Oebisfelde-Weferlingen sogar mit 50 Euro geahndet werden. Der Fachausschuss fasste diese Empfehlung für den Stadtrat einstimmig.

Besonders das nicht nachvollziehbare Verhalten von Hundehaltern, die die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners beim „Gassigehen“ eben nicht entsorgen, führen immer wieder zu Beschwerden von darüber verärgerten Bürgern, wusste nicht nur Ausschussvorsitzende Bogumila Jacksch (UWG). Als Oebisfelder Ortsbürgermeisterin werden ihr gegenüber häufig derartige Beschwerden geäußert. Die Chance auf den Grünflächen in der Stadt in sogenannte „Tretminen“ zu tappen, ist erschreckend hoch. Eine Gesundheitsgefährdung erkennt die Ausschussvorsitzende zudem für die Mitarbeiter, die die Grünflächen pflegen. Rasenmähen und Laubharken kann zu einer Ekeltour ausarten, sieht Jacksch unverzüglichen Handlungsbedarf.

Verunreinigungen von Straßen, Wegen und Anlagen, wie öffentliche Grünanlagen, geschehen jedoch nicht allein durch die Notdurft von Hunden, erweiterte Ausschussmitglied Frank Hintersdorf (WfO) den Blick auf Pferdehalter und Freizeitreiter, die die Hinterlassenschaften der Tiere dort belassen, wo die Pferdeäpfel fallen gelassen wurden.

Der Fachausschuss einigte sich darauf, die Tierhalter verstärkt für das Entsorgen der Hinterlassenschaften ihrer Tiere zu sensibilisieren. Einräumen musste das Gremium, dass die Nachweispflicht eines ahndungswürdigen Verhaltens eine ungleich schwerere Aufgabe darstellen kann, wie Ordnungsamtsleiter Detlef Meyer gegenüber der Volksstimme auf Anfrage angegeben hat. Einer der häufigsten Gründe, weshalb es eben nicht zu Anzeigen von Bürgern kommt, sind die namentliche Offenbarung des Anzeigenden. Auch vor direkten Ansprachen scheuen die meisten Bürger zurück.