Oebisfelde l Mit dem auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Oebisfelde wiedergewählten Ortswehrleiter Frank Hartwig steht weiterhin ein Feuerwehrkamerad an der Spitze der Wehr, der für dieses Ehrenamt mit Kompetenz, Pflichtbewusstsein, Durchsetzungsvermögen und Gespür für Zumutbares „brennt“. Hartwig vereinte als einziger Bewerber in geheimer Wahl alle Stimmen auf sich – ein Vertrauensbeweis für sein Engagement. Hartwig, der auch in der Verantwortung als Stadtwehrleiter für die Kommune Oebisfelde-Weferlingen fungiert, stand im Jahr 2017 letztendlich für insgesamt 72 Einsätze seiner Kameraden in der Verantwortung.

In der zweiten erforderlichen Wahl musste an diesem Abend die Besetzung des stellvertretenden Wehrleiters gefunden werden. Dabei setzte sich der bisherige Amtsinhaber Thomas Russ mit 29 zu 14 Stimmen gegen Führungskraft Andreas Lindner durch.

Die Feuerwehr Oebisfelde steht in der 2017er-Bilanz in Einsatz und Ausbildung blendend dar, befand auch Bürgermeister Hans-Werner Kraul in seinen Grußworten. Das ist auch ein Muss, denn die Wehr Oebisfelde ist eben auch die leistungsstärkste im Verbund aller 23 Feuerwehren. Die insgesamt 3739 Stunden ehrenamtlicher Aktivität– davon allein 1249 für Einsätze – sprechen da für sich, befand der Bürgermeister. „Ihr seid vorbildliche Kümmerer“, schloss er seine Rede. Trotz des strikten Sparkurses der Kommune sagte Kraul weiterhin ein offenes Ohr für die Feuerwehr zu: „Das muss sein, auch wenn es ab und an weh tut.“

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Wie Kraul befand auch Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch, dass die Oebisfelder Feuerwehr bis an die Haarspitzen motiviert ist, was ebenso für die Jugend-, Kinder- und Bambini-Abteilung zutrifft. Sie zollte insbesonders den Betreuern des Nachwuchs großen Respekt, „dass die die Verantwortung für das Wohl eigentlich fremder Kinder übernehmen. Nicht zuletzt ist die Wehr aber auch entscheidender Helfer bei vielen öffentlichen Veranstaltungen.

Einige kritische Worte kamen dann aber doch noch auf: Wehrleiter Hartwig monierte die schleppende Versorgung seiner Wehrleute mit Uniformteilen. Und: Die Regelungen für Beförderungen im Feuerwesen im Land Sachsen-Anhalt müssen auf den Prüfstand. Aufgrund von unverständlicher Lehrgangsanforderungen können Feuerwehrkameraden nicht befördert werden, was dann häufig an der Motivation gerade junger Aktiver bis hin zur Aufgabe zerrt.