Oebisfelde l Unternehmer Heino Brose ist bekannt für seine Kreativität, wenn es darum geht, Freizeitvergnügen mit Niveau und Überraschungen anzubieten. 2019 verwandelte er dank der Unterstützung aus der eigenen Familie heraus und mit Hilfe zahlreicher weiterer Helfer das Firmen-Sommerfest zu einem Gesellschaftsspiel bei dem die Besucher mitwirkten. Die zündende Idee für die Jagd nach 42 Monsterfiguren und für die Verbrecherjagd hatte Synostik-Mitarbeiter Johannes Diedrich.

Die etwa 150 Teilnehmer wurden in Gruppen zu jeweils zehn Personen mit einem Shuttlebus vom Synostik-Gelände in die Grünanlage „Am Dämmchen“ transportiert. Dann startete die Monsterjagd für die Kinder und Jugendlichen wie auch die Verbrecherjagd für die erwachsenen Teilnehmer. Mitglieder des Oebisfelder Kulturvereins Castrum engagierten sich dabei an sechs Stationen als Laiendarsteller, denen die Fahnder durch eine geschickte Fragetechnik und unter Einsatz von Handy-Technik wichtige Hinweise abringen konnten.

Polizistin am Sarg gibt erste Rätsel auf

Zu Beginn fanden die Detektive gleich einen angeschwemmten Sarg an der Mühlaller im Dämmchen-Bereich, der von einer Polizistin (Annett Nienstedt) bewacht wurde. Die Spurensuche führte dann über den Burghof, Marktplatz und die Nicolaikirche am Friedhof vorbei, zum Weiher hinter dem Synostik-Areal. Dort saß „Dieter“ (Oliver Wolf), ein vermeintlich Entführter, der aber friedlich angelte.

Bilder

Parallel fand die Monsterjagd statt. Mit einem Stadtplan und einer Monster-Bilderliste bestückt, galt es, jedes Exemplar aufzuspüren. Amüsant dabei: Jedes der 42 Kerlchen trug den Namen eines Synostik-Mitarbeiters. Die Monsterfiguren waren bis auf zwei allesamt von Katrin Brose als Unikate genäht worden. Diese zwei Ausnahmen waren Monsterfiguren, die auf je einem T-Shirt prangten. Die Kinder fanden die Figuren so toll, dass schon Bestellungen zum Nachnähen aufgegeben wurden.

42 Stoffmonster im Altstadtbereich verteilt

An den Bäumen, in den Büschen, an Mauern, an Schildern, hinter Zäunen, überall im Altstadtbereich hingen versteckt die Stoffmonster. Die Kinder hatten viel Spaß beim Suchen und Finden der lustigen Dinger, die in den buntesten Farben und Formen auf sich aufmerksam machten.

Selbst den jüngsten Kindern war dabei nicht aufgefallen, dass bei der Suche eine Wegstrecke von über zwei Kilometern gewandert werden musste. Als Belohnung gab es dann für alle frisch gebackenen Monsterjäger eine Urkunde und ein kleines Monster als Andenken.

Aber auch für die Erwachsenen war die Verbrecherjagd ein spaßiges Erlebnis. An verschiedenen Stationen musste ein Team von jeweils sechs Erwachsenen mehrere rätselhafte Ereignisse rund um den seltsamen Sarg lösen. An den Stationen hielten sich Laien-Schauspieler auf, die sich in ihren Rollen als Restaurator, Totengräber, Tratschtante, Künstlerin, Historikerin, Angler oder Polizisten den Fragen der Teams stellten. Nur mit den richtigen Fragen konnten die Hobby-Fahnder sich des Rätsels Lösung, nämlich einen Mörder zu entlarven, immer weiter annähern.

Partystimmung auf dem Sommerfest-Arial

Auf dem Sommerfest-Arial herrschte trotz Fehlen der Masse an Besuchern beste Partystimmung. Die jüngsten Gäste vergnügten sich auf einer Hüpfburg und wer sich traute, der konnte eigenes Geschick und seine Sportlichkeit an den Stationen mehrerer Spieleangebote auf dem Rasen ausprobieren. So erfuhren die Besucher, unter anderem auch, dass das Gesellschaftsspiel „Mensch ärgere Dich nicht“ durchaus auch im Freien auf einer Grünfläche als Spielfeld funktionieren kann.

Für Speis und Trank war mit Kaffee, Kuchen, Oebisfelder Bratwürstchen, Hot Dogs und Getränken gesorgt. Für die musikalische Unterhaltung und damit für gute Stimmung sorgte „DJ TeeZett“ aus Haldenleben. Als lokaler Moderator tat sich Stadtrat und Castrum-Mitglied Sven Groneberg hervor.

Die Monsterjagd hatte Unternehmer Brose als Weltmeisterschaft angekündigt. Durchaus berechtigt, wie er meinte. Nach seiner Kenntnis existiert bislang keine weitere Veranstaltung mit solchem Inhalt. Zudem beteiligten sich Monsterjäger mehrere Nationalitäten an dem Synostik-Event. Im kommenden Jahr soll dieses Veranstaltungsangebot wiederholt werden, sagte der Firmenchef zu. Die von Hand gefertigten Monsterfiguren fanden nach Jagdende fast ausnahmslos ihre Abnehmer. Der Gesamterlös wird für einen gemeinnützigen Zweck gespendet, hieß es von Brose.