Defibrillatoren

Kleine Lebensretter sollen in der Stadt Oebisfelde-Weferlingen für große Wirkung sorgen

Sollen in der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen beispielsweise an öffentlich zugänglichen Gebäuden oder in solchen Bereichen Defibrillatoren bereitgestellt werden? Über diese Thematik diskutierten am Dienstag die Mitglieder des Ordnungs- und Wirtschaftsausschusses während ihrer Sitzung im Rittersaal.

Von Jens Pickert
Ein DRK-Mitarbeiter führt an einem Dummy, hier bei einem Lehrgang in Stendal, den richtigen Gebrauch eines Defibrillators vor.
Ein DRK-Mitarbeiter führt an einem Dummy, hier bei einem Lehrgang in Stendal, den richtigen Gebrauch eines Defibrillators vor. Archivfoto: Nora Knappe

Oebisfelde - Sind in Oebisfelde in der Öffentlichkeit Defibrillatoren erforderlich oder nicht? Das Fazit der Diskussion im Ordnungsausschuss, die von Ausschuss-Mitglied Maik Hackert aus Weferlingen angestoßen wurde: Die Ausschussmitglieder um ihre Vorsitzende Bogumila Jacksch stehen dem Vorschlag positiv gegenüber. Allerdings gibt es einen Haken: die Finanzierung.

Für unter 1000 Euro sei ein guter Defibrillator nicht zu bekommen. Hinzu kommen ständige Folgekosten wie Akku-Wechsel oder Wartung. Daher wird es wohl mit Blick auf die Konsolidierung des kommunalen Haushaltes ziemlich schwer werden, die anderen Stadträte von der Defibrillatoren-Anschaffung zu überzeugen.

Möglich wäre in puncto Finanzierung allerdings auch eine Förderung sowie das Leasing. Diese Möglichkeiten werden vom Ausschuss noch im Detail ausgelotet.

Einig waren sich die Ausschuss-Mitglieder, dass öffentlich zugängliche Defibrillatoren Menschenleben retten können. „Viele werden sich fragen, warum teure Geräte anschaffen, die möglicherweise kaum zum Einsatz kommen und zudem in Oebisfelde Rettungswagen des DRK stationiert sind. Doch die Rettungssanitäter sind, weil im Einsatz, nicht durchgehend verfügbar. Daher sind meiner Meinung nach öffentlich zugängliche Defibrillatoren wichtig“, betonte Bogumila Jacksch.

Die Ortsbürgermeisterin brachte indes noch einen zweiten Punkt zur Sprache, der gegen den Kauf sprach. „Die Kommune ist aufgrund irgendeiner Satzung oder Verordnung nicht verpflichtet, Defibrillatoren anzuschaffen. Es wäre eine freiwillige Leistung“, sagte die Oebisfelder Ortsbürgermeisterin.

Vandalismus nicht vergessen

Aufgestellt werden könnten die Defis nach Ansicht der Ausschuss-Mitglieder zum Beispiel in den Rathäusern und Sporthallen von Oebisfelde und Weferlingen. Auch Feuerwehren könnten mit den Defibrillatoren ausgerüstet werden. Von einem Zugriff auf die Defibrillatoren für jedermann, beispielsweise könnte ein Gerät am Oebisfelder Rathaus installiert werden, riet Ausschuss-Mitglied Frank Hintersdorf ab. „Mit Blick auf den sich ständig wiederholenden Vandalismus in der Stadt wäre das wohl ein Eigentor“, begründete der Wassensdorfer seinen Standpunkt.