Oebisfelde/Lidzbark l Trotzdem zwei Mal über 800 Kilometer binnen vier Tagen bewältigt werden mussten, dazu jeder Besuchertag mit Terminen bestückt war und der finanzielle Aufwand mit eigenem Geld bestritten wurde, haben sich diese Anstrengungen mehr als gelohnt, so der Tenor von der Oebisfelder Delegation. Dass auch junge Gäste aus dem mehr als 800 Kilometer entfernten Oebisfelde die Mühen für diese lange Reise auf sich genommen haben, darüber freute sich Lidzbarks Bürgermeister Marcej Sitarek besonders. Das Stadtoberhaupt der polnischen Partnerstadt, die zur Woiwodschaft Ermland-Masuren gehört, bescherte den Oebisfelder Gästen mit den Tagesprogrammen Mitte Mai einen abwechslungsreichen wie informativen Aufenthalt. Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch, Ortschaftsratsmitglied Dr. Alexander Harms, die Oebisfelderin Brigitte Weber, die Gildemitglieder Martin Heyden und Hartmut Rother sowie von der Breitenroder Blaskapelle Lukas Meinke mit den Brüdern Fabian und Max Pape lernten die dort fest mit der Bevölkerung verwurzelte Kultur aber auch die Kommunalpolitik und den Schulalltag kennen.

Das Breitenroder Männer-Trio wurde bei diesem Schulbesuch gleich in den Deutsch-Unterricht bei einem Frage-und-Antwort-Austausch eingebunden. Wie Bürgermeister Sitarek dann bei der Abreise informierte, werden im kommenden Juli wieder zwei Reisegruppen mit polnischen Schülern für einen kurzen Zwischenstopp in Oebisfelde verweilen. Wie es von Jacksch weiterhin hieß, legt das Lidzbarker Stadtoberhaupt großen Wert auf diesen Halt im Verlauf einer Rundreise durch mehrere polnische Nachbarländer.

Einblicke in Kultur, Schule und Politik erhal

Als besondere Gäste und Freunde wurde die Delegation aus Oebisfelde am Sonnabend bei dem Fest aus Anlass des 130-jährigen Bestehens der Feuerwehr in Verbindung mit dem 95-jährigen Bestehen der Feuerwehrblaskapelle Lidzbark begrüßt. Im Verlauf von Auszeichnungen verdienter Feuerwehrkameraden erhielt auch Jacksch eine Belobigung für die exzellenten Beziehungen zwischen der Breitenroder Blaskapelle und den Musikern aus Lidzbark.

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Bemerkenswert empfanden Jacksch und Harms bei einer Besichtigung einer Kinderkrippe, dass die Einrichtung nicht nur komplett barrierefrei ausgestattet wurde, sondern dass in der Kita eigens eine Köchin fest beschäftigt ist, um den Kindern frisch zubereitete Kost anbieten zu können. Noch überraschter zeigten sie sich darüber, dass eine Kinderärztin fest zum täglichen Betriebsablauf gehört.

Zum weiteren Veranstaltungsprogramm gehörte der Besuch eines sogenannten Kultur-Dorfes. Mehr in den geselligen Bereich gehörte dabei der Abstecher zu der Lidzbarker Landfrauenvereinigung, wie Jacksch den äußerst angenehmen Aufenthalt mit üppiger Kaffeetafel einstufte. Ebenso besuchten die Oebisfelder einen deutsch-evangelischen Friedhof.

Für das kommende Jahr ist die Arbeitsgemeinschaft Städtepartnerschaft aus Anlass des 20-jährigen Bestehens dieser länderübergreifenden Bande nach Lidzbark eingeladen. Und Jacksch sprach im Gegenzug namens der Oebisfelder Sportvereine eine Einladung zum Sportfest 2021 in der Allerstadt aus.