Oebisfelde l Die im offiziellen Jargon getitelte „Vereinbarung über eine Ordnungspartnerschaft zwischen der Stadt Oebisfelde-Weferlingen und der DB Station und Service AG, Bahnhofsmanagement Magdeburg“ muss nun mit Leben, sprich Präventionsmaßnahmen gefüllt werden. So soll ein dauerhafter Schutz gesichert werden, hieß es nach der virtuellen Unterzeichnung der Vereinbarung durch Karin Meyer, Leiterin des Bahnhofsmanagements Magdeburg, und Bürgermeister Hans-Werner Kraul, der im Burgverbinder seine Unterschrift dafür leistete.

Lenkungsausschuss bestimmt Maßnahmen

Das DB-Bahnhofsmanagement und die Stadt Oebisfelde-Weferlingen waren unmittelbar von Vandalismus betroffen.Die Ordnungspartnerschaft umfasst den Bereich des Fußgängertunnels, den Bahnhofvorplatz und sämtliche Anlagen der DB Station und Service AG in Oebisfelde. Um lokal auf Störungen reagieren zu können, wurde eine sogenannte Lenkungsgruppe gebildet. An dieser wirken zusätzlich die Bundespolizei Magdeburg, das Polizeirevier Börde und Vertreter der Jugendbegegnungsstätte der Stadt Oebisfelde-Weferlingen mit. Vereinbart ist, dass sich der Lenkungskreis in regelmäßigen Abständen, mindestens halbjährlich, für Beratungen trifft.

Probezeit von zwei Jahren

Dabei werden gemeinsame Ziele und Programme hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen gegen Vandalismus festgelegt. Die Prüfung der Umsetzung dieser Maßnahmen soll durch den Lenkungsausschuss erfolgen. Die Kerninhalte dieser Präambel lauten: Die Parteien streben gemeinsam einen hohen Standard an Sicherheit-, Ordnung und Sauberkeit für den Bahnhof Oebisfelde an. Das soll auch durch Nutzen von Synergien innerhalb der Dienstleistungen Reinigung und Sicherheit erfolgen.

Dabei geht es um lösungsorientierte ganzheitliche Ansätze, flexibles- und bereichsübergreifendes Handeln sowie abgestimmte Einsatzpläne. Die für die Umsetzung dieser Vereinbarung anfallenden Personal-, Sach- und Mehrkosten sollen von jeder Partei für ihre eigenen Beschäftigten getragen werden. Die Vereinbarung wird zunächst für die Dauer von zwei Jahren als Probephase geschlos­sen. Das Konstrukt verlängert sich danach bis auf Weiteres, wenn nicht gekündigt wird.

Aktive Prävention für gesamte Stadt gefordert

Diese Vereinbarung wird auch vom Heimatverein Oebisfelde als positives Signal eingestuft. Allerdings sieht es der Vorsitzende Ulrich Pettke als unabdingbar an, dass nun ebenso eine aktive Prävention gegen Vandalismus folgt – und zwar für den gesamten Stadtbereich mit Schwerpunkten. Als einer der immer wieder von Vandalismus heimgesuchten Leidtragenden sieht Pettke es für die Arbeit der Heimatfreunde für notwendig an, dass vornehmlich Polizeikräfte im Skulpturen-Park sowie bei Einrichtungen für Informationen und zum Rasten im Grünbereich des Dämmchen ihre Aufmerksamkeit schenken.

Nach seiner Beobachtung hat der in den letzten Wochen spürbar verstärkte Streifendienst in der Stadt übrigens seine Wirkung nicht verfehlt. Es gehe schließlich nicht darum, den Jugendlichen in Oebisfelde ihre Freiräume und Treffpunkte zu verwehren, sondern dem Vandalismus entschieden zu begegnen, so die Feststellung von Pettke.