Oebisfelde l „Das Format ,Live-Bands‘ zieht nicht mehr so, wie noch vor einigen Jahren. Dadurch haben es Bands heute weitaus schwerer, sich in Szene zu setzen, auf sich aufmerksam zu machen. Da ich über die professionellen Möglichkeiten verfüge, möchte ich jungen Musikern die Chance und die Plattform bieten, ihre Musik vor Publikum zu präsentieren“, erläutert Peter Schmidt die Grundlage der Oebisfelder „Offenen Bühne“. Wie Schmidt einschätzt, bestehen derartige Möglichkeiten erst wieder in Salzwedel. Selbst Wolfsburg und Braunschweig können da für Nachwuchsbands nicht mithalten, meint er. Peter Schmidt ist Inhaber und Geschäftsführer des Medienunternehmens Nordsound im Oebisfelder Industriegebiet West.

Da wird ein riesiges Potenzial an Musikalität in der Entfaltung gebremst, ist Schmidt überzeugt. Deshalb wird die Veranstaltung „Offene Bühne“ nach dem Riesenerfolg für sieben Bands am vergangenen Wochenende nun monatlich in zwei Etappen in 2019 veranstaltet. Diese erste Runde wiederholt sich bis zum April. Nach der Pause wird die „Offene Bühne“ von Oktober bis Dezember monatlich präsentiert. Die nächste Veranstaltung „steigt“ am Sonnabend, 8. Februar, ab 19 Uhr. Eintrittskarten gibt es immer nur an der Abendkasse, kündigt Schmidt an.

Zum Konzert im Showroom: „Lalibella“, eine Singer- und Songwriterin aus Wolfsburg, eröffnete. Mit ihrer Akustikgitarre gab sie den eigenen deutschen Texten Ausdrucksstärke. Und sie versteht es gekonnt Melancholie mit rockigen Klängen zu paaren.

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Weltengang

Mit deutschem Alternativ-Rock aus Magdeburg brachte „Weltengang“ mächtig Stimmung unter das Oebisfelder Publikum. Die Band ist in Oebisfelde bereits durch ihren Auftritt beim Nordsound-Sommerfest bekannt. Mystisch wurde es dann mit „Intrigen“. Mit verspielten Basslinien und geschickten Arrangements aus Gitarre, Drums und mit vor Verbitterung wuchtigen Texten setzten die Hildesheimer hier eine unverkennbare musikalische Duftmarke.

Gewohnt ohne Limits im Text heimste die Band „Dreier“ aus Braunschweig die Gunst des Publikums ein. Sänger „Passi“ setzt die Beobachtungen in seiner Welt in ausdrucksstarkes Liedgut um. Etwas ruhiger ging es dann bei „Letter Sent Home“ zur Sache. Mal melancholisch, mal rockig, zog die Wolfsburger Band ihr Publikum in den Bann.

Bestände der Show-Raum nicht aus soliden Stahlträgern, hätten „Sin Arrest“ aus Mieste den Laden in Schutt und Asche gelegt, meinte Schmidt über diesen Auftritt. Fein arrangierter Nu-Metal, brachial im Klang, das löste Euphorie vor der Bühne aus. Zu guter Letzt spielte „Erstarren“ aus Oebisfelde auf. Es gab klassischen, „handgemachten“ Black-Metal auf die Ohren. Für die Fans dieser Musikstilrichtung ein „fetter“ Hörgenuss.