Oebisfelde l Man könnte meinen, alles, was nach dem Shutdown zur Abwehr der Corona-Pandemie in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen getan werden musste, sei in den sprichwörtlich trockenen Tüchern. Davon kann bis zum offiziellen Ferienstart, dem 21. Dezember, aufgrund der Aufgabe der Präsenzpflicht seit dem heutigen Mittwoch für alle Jahrgänge ausgegangen werden.

Wie von der Schulleiterin der Sekundar- und Gemeinschaftsschule, Kerstin Grimm-Neubauer, auf Anfrage zu erfahren war, sind die Schüler der Klassenstufen fünf bis zehn in den Distanzunterricht gewechselt. Sie erhalten von Fachlehrern entsprechende Aufgaben für den Zeitraum bis kommenden Freitag. „Grundsätzlich bereitet der Shutdown weniger Probleme als der aktuelle Krankenstand der Kollegen und Kolleginnen“, heißt es von der Schulleiterin.

Das kann sich jedoch nach den Ferien ändern. Nach ihrem jetzigen Kenntnisstand startet der Unterricht für die Klassen am 11. Januar mit einem eingeschränkten Regelbetrieb. Heißt: Der Unterricht findet im täglichen Wechsel zwischen Technik- und Hauswirtschaftsgruppen statt. Eine Entscheidung darüber, wie der Unterricht ab dem 13. Januar gestaltet werden soll, muss noch von der Schulaufsichtsbehörde getroffen werden. Diese Information besitzt Priorität.

Mit ähnlichen Voraussetzungen müssen aktuell auch die Lehrerkollegien der beiden Grundschulen zurechtkommen. Vom 16. bis 18. Dezember und am 11. und 12. Januar besteht keine Anwesenheitspflicht der Kinder in den Grundschulen.

Und doch besteht ein Problem, das es zu lösen gilt: Nach der geltenden Ferienverordnung wären die Weihnachtsferien bereits am 6. Januar beendet. Das bedeutet, dass eine Betreuung der Schüler am 7. und 8. Januar nicht mehr in der Zuständigkeit der Horte liegen würde. Eltern hätten jedoch ein Recht auf Betreuung für diese beiden Tage – also wer soll die Betreuung gewährleisten?

Eine Notbetreuung wird es garantiert geben, heißt es von den Schulleitungen. Betreuungszeiten werden grundsätzlich von 7.30 bis 13 Uhr angeboten. Sollte eine Betreuung für den 7. und 8. Januar infrage kommen, sollte dies bei der jeweiligen Schule umgehend gemeldet werden.

An allen drei Schulen sind die Corona-Schnelltests für die Schulbediensteten eingetroffen. Der Selbsttest ist auf alle Fälle freiwillig, war zu erfahren. Als problematisch wird die Handhabung der Testsets in den Lehrerkollegien angesehen. Nur ein Video mit Erläuterungen mitzusenden, das reiche nicht immer, um alle Hemmschwellen zu überwinden. Zudem verfügen die wenigsten Lehrkräfte über fachliche Kenntnisse. Auch ist der Schnelltest nur bedingt aussagekräftig, so ein anderes Argument gegen den Corona-Selbsttest.

Weitere Informationen sind auf den Homepages der Schulen, der Kinderbetreuungseinrichtungen und bei der Stadtverwaltung zu erfahren.