Oebisfelde/Buchhorst l Die Bürgerinitiative (BI) gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS) in Buchhorst spricht von einem Durchbruch: Bürgermeister Hans-Werner Kraul und Ordnungsamtsleiter Detlef Meyer informierten Donnerstagvormittag den BI-Vorstand, dass die chemische Bekämpfung der Spinnerbrut in der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen grundsätzlich sofort beginnen könnte. Das ergab ein Treffen der EPS-Arbeitsgruppe diese Woche bei der Börde-Kreisverwaltung. Allerdings müsse noch abgewartet werden, bis der Blattschub bei den Eichenbeständen erfolgt sei. Erst dann, so die Aussage der beauftragten Fachfirma, sind umfassende Bekämpfungserfolge garantiert. Als Starttermine sind der 29. oder 30. April vorgesehen. Der Sprüheinsatz erfolgt vorrangig in bewohnten Gebieten, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen, so Kraul. Die manuelle Beseitigung der Gespinstnester, also das Absaugen, beginnt kommenden Juli. Mit diesem Termin werde der größtmögliche nachhaltige Erfolg auf der Gesamtfläche erreicht.

Die BI-Vertreter kritisierten in diesem Zusammenhang jedoch, dass die Stadtverwaltung einen Eigenanteil von zirka 25 000 Euro zu leisten habe, obwohl es sich bei der EPS-Bekämpfung um eine ursächliche Aufgabe des Landes handle.