Oebisfelde l Das Land Sachsen-Anhalt und die Europäische Gemeinschaft haben sich an dem Konzeptpapier maßgeblich beteiligt. Für die Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen saß der städtische Wirtschaftsförderer Peter Schorlemmer mit am Konzeptionstisch. Was deutlich wurde, ist die Tatsache, dass der sanfte Tourismus die Stärke der Einheitsgemeinde und der gesamten Drömlingsregion ist. Das belegt auch ein bestehendes Eckpunktepapier, das die Grundlage für das angestrebte länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat Drömling bildet.

Für Bürgermeister Hans-Werner Kraul (CDU) ist das noch junge Touristik-Konstrukt der Landkreise Börde und Helmstedt, mit der Gemeinde Cremlingen und Oebisfelde-Weferlingen ein Anfang, der sich in der Umsetzung beweisen muss. Die Attraktivität der eigenen heimischen Region stellt Kraul dabei nicht in Frage, denn nach seinen Beobachtungen "bietet die Kommune zahlreiche beste Sehenswürdigkeiten in einer fabelhaften Naturlandschaft, die schnell zu erreichen ist, jedoch weit genug entfernt von Hektik und Lärm ist". Kraul rät, in Sachen Touristik und Vermarktung nichts zu überstürzen, das Vorhandene zu entwickeln, dabei die Bevölkerung und die Landwirtschaft mitzunehmen, jedoch die Wirtschaftskraft der Unternehmen und Betriebe nicht außer Acht zu lassen". Insbesondere Besucher aus dem nahen wirtschaftlich pulsierenden Wolfsburg und dessen Speckgürtel suchten nach seiner Auffassung Erholungsziele, die die Kommune Oebisfelde-Weferlingen bieten kann.

In dem seitendicken Konzeptpapier sind aus der Region Oebisfelde-Weferlingen beispielsweise die europaweit einzigartig erhaltene Oebisfelder Sumpfburg oder auch die Ruine der Walbecker Stiftskirche St. Marien erwähnt. Zu finden ist zudem auch die vom Heimatverein Oebisfelde neu gestaltete Grenzinfotafel an der Büstedter Brücke nahe Oebisfelde. In diesem Reigen stechen sicherlich überregional die Umwandlung des Naturparks Drömling in das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat und das Grüne Band heraus, schätzt Kraul ein. "Doch wir, damit meine ich Politik und die Menschen, die hier leben, müssen auf einen ansteigenden Tourismus gerüstet vorbereitet sein", betont Kraul.

Mit der Eröffnung des neuen Hotels in der Oebisfelder Altstadt ist ein erster Schritt für die Stadt Oebisfelde getan, weitere müssen in der Region folgen", sieht Kraul dabei die lokale Herausforderung.