Ausleben l Wenn alle 14 Tage montagabends in der Ausleber Kindertagesstätte „Schloss Trautenburg“ noch Licht brennt, dann muss hier niemand so etwas wie nachsitzen und Fehlstunden abarbeiten. Vielmehr ist das Licht ein Zeichen dafür, dass Kindertagesstätten-Leiterin Kerstin Busse sowie weitere Kita-Mitarbeiterinnen und Mitglieder des Elternkuratoriums wieder an der Chronik arbeiten. Und zwar an der Chronik dieser Kindertagesstätte.

Unterlagen und Fotos aus 20 Jahren

Konkret sind es Kerstin Busse, Franziska Falke, Manuela Sprung, Heiko Finke, Annika Przybilla-Hentrich und Mandy Bode, die schon eine beachtliche Zahl von Unterlagen, Fotos und anderen Schätzen aus den zurückliegenden 20 Jahren geborgen und aufgearbeitet haben. Denn um diese zwei Jahrzehnte geht es.

Im Jahr 1996 wurde die Kindertagesstätte eröffnet und in diesem Jahr soll nun das 20-jährige Jubiläum groß gefeiert werden. Nach einer Festwoche mit zahlreichen Höhepunkten für die kleinen Schlossbewohner ist am 11. Juni ein Tag der offenen Tür geplant, an dem dann auch die Chronik und zahlreiche Fotos aus den besagten 20 Jahren der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen.

„Ein großes Dankeschön gilt jetzt schon mal meiner Vorgängerin Ilona Marek, die uns mit viel Material unterstützt hat“, sagt Kerstin Busse. Gleichzeitig richtet sie aber noch einen Appell an alle Ausleber: „Wer etwas über das Schloss und seine ehemaligen Bewohner weiß oder noch alte Unterlagen und Fotos hat, der sollte diese in der Kindertagesstätte bei Manuela Sprung oder Kerstin Busse abgeben, um die Chronik zu vervollständigen.“ Die allerdings nicht nur in Sachen Material, sondern auch finanziell eine Herausforderung ist. Wie Kerstin Busse sagt, würden sich die Chronisten über Sponsoren, die ihr Vorhaben unterstützen, sehr freuen.

Mit dem Ortschronisten Kontakt aufgenommen

Zumal die Chronisten ihre Arbeit nicht beenden wollen, wenn die 20-jährige Kita-Geschichte aufgearbeitet und zu Papier gebracht ist. Danach wollen sie sich noch intensiv mit der älteren Geschichte der Trautenburg beschäftigen. Dazu haben sie unter anderem bereits Kontakt mit dem Ortschronisten Peter Fischer aufgenommen.

Bis diese beiden Chroniken erstellt sind, ist aber noch viel Arbeit notwendig. Deshalb heißt es jeweils montags ab 19 Uhr, zahlreiche Dokumente sichten und immer wieder bewerten, was in welcher Form einfließen soll. Die sechs Chronisten haben schon viel Vorarbeit geleistet, sind sich jedoch bewusst, dass auch noch ein gutes Stück Arbeit vor ihnen liegt, was sie jedoch mit viel Elan und guter Laune angehen. Alle Beteiligten freuen sich schon jetzt auf das große Fest und auf die Präsentation ihrer Arbeit.