Hamersleben l Gleich zur Begrüßung haben die Nachwuchs-Feuerwehrleute von der Hamersleber Kinderfeuerwehrleiterin Mandy Kroll erfahren, dass sie heute mehrere Stationen zu absolvieren haben. Bei dieser gemeinsamen Ausbildung der Hamersleber und Wulferstedter Feuerwehrkids sollte unter anderem das Anlegen eines Druckverbandes sowie die stabile Seitenlage und zum anderen einen Notruf abzusetzen geübt werden. Als dritte Station wurde ein Video gezeigt, dass den Ablauf eines Einsatzes, angefangen vom Anruf in der Leitstelle über die Alarmierung bis hin zur Ausfahrt zeigte.

Während sich die Betreuer beider Kinderwehren – also Mandy Kroll, Alexandra Blaik, Katrin Mast, Silke Linkert, Undine Hartmann und Krimhild Lüer – um den reibungslosen Ablauf an allen Stationen kümmerten und die Kinder begleiteten, hatte auch Sören Fricke vom Rettungsdienst des Landkreises Helmstedt alle Hände voll zu tun. Er erklärte den Mädchen und Jungen das richtige Anlegen eines Druckverbandes. Hier wurde permanent verarztet und gewickelt, sowie an den richtigen Handgriffen für eine stabile Seitenlage geübt. Dabei durfte jedes einzelne Kind in die Rolle eines Verletzten schlüpfen sowie selbst den Ersthelfer spielen.

Das Wissen um die erforderlichen fünf W-Fragen (wo, was, wie viele, wer, warten) waren an der Notrufstation gefragt, denn hier durften alle Teilnehmer einen Notruf absetzen und pro forma eine detaillierte Notfallbeschreibung über die 112 geben. „Die Nummer habe ich auf jeden Fall im Kopf“, sagte Lasse Budnowski (6 Jahre), der beim Übungsanruf sofort seinen Namen nannte und die Situation eindeutig beschrieb.

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Als Überraschung und besonderen Höhepunkt genehmigte Sören Fricke allen Kindern die Besichtigung eines Rettungswagens. Hier wurde ebenfalls für den Not- fall geprobt, Puls und Blutdruck gemessen und vom Rettungsassistenten eine Reihe von Fragen der Kinder beantwortet.

Auch Mathias Günther in seiner Funktion als neuer Jugendwart der Verbandsgemeinde Westliche Börde ließ es sich nicht nehmen, die gemeinsame Ausbildungsstunden der beiden Kinderwehren an den einzelnen Stationen zu begleiten. Er stellte sich vor und hatte als Belohnung für die gute Arbeit an den Stationen Naschereien dabei.

Wie Mandy Kroll und Kathrin Mast in ihrer Auswertung abschließend feststellten, war die gemeinsame Ausbildung ein voller Erfolg. Beide Betreuer zeigten sich erfreut über die Organisation und Zusammenarbeit beider Kinderwehren. Bereits im Herbst ist eine weitere gemeinsame Ausbildung geplant. Ihr Dank galt dabei ganz besonders dem Landkreis Helmstedt für die Bereitstellung des Rettungswagens, der einen ganz besonderen und gründlichen Schnupperkurs für die Kinder ermöglichte.

Mit dieser gemeinsamen Ausbildung haben sich die Hamersleber und Wulferstedter Nachwuchs-Feuerwehrleute zugleich auf den diesjährigen „Grisu-Tag“ für die Feuerwehrkinder des Feuerwehrverband es Börde vorbereitet, der am 4. Juni in Oschersleben stattfindet.