Großalsleben l Die Besucher des Großalsleber Freibades hatten im vergangenen Jahr zumindest auf den letzten Metern doch das eine oder andere Hindernis zu meistern. Fußgänger, Radler oder auch Rollstuhlfahrer mussten sich vorbei an Baugeräten und über ausgeschachtete Gräben hinweg einen halbwegs akzeptablen Weg entlang einer Straßenbaustelle suchen. Und Auto- oder auch Motorradfahrer mussten einen Schleichweg nutzen, der auf einer Holperstrecke unter anderem am Sportplatz vorbei zum Ziel führte.

Mit Blick auf die Besucherzahlen hat das aber kaum jemanden davon abgehalten, ins Freibad zu kommen. Sowohl die Einheimischen als auch Badegäste aus anderen Orten der Westlichen Börde, aus weiteren Nachbargemeinden und aus dem Harz haben diese Widrigkeiten in Kauf genommen.

Umgehungsstraße wieder frei

Um nun in diesem Jahr quasi dafür belohnt zu werden. Denn wenn die nächste Badesaison beginnt, dann wird es sowohl für Fußgänger, Radler und Rollstuhlfahrer als auch für motorisierte Besucher aus nah und fern ein Leichtes sein, das Großalsleber Freibad zu erreichen. Ist doch zum einen die Großalsleber „Umgehungsstraße“ nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wieder freigegeben sowie problemlos passierbar und wird zum anderen dieser Tage die unmittelbare Zufahrt zum Freibad gehörig in Stand gesetzt.

Bauarbeiter sind derzeit unter anderem dabei, dort zunächst einen neuen Abwasser- beziehungsweise Regenwasserkanal zu verlegen. Danach wird die bisher auch alles andere als vernünftige Fahrbahn befestigt und dann der neue Fußweg der Umgehungsstraße neben dieser Fahrbahn in Richtung Bad verlängert.

Wobei das Ganze kein separates Bauprojekt ist, sondern eine Restarbeit der Sanierung der besagten „Umgehungsstraße“. Also zur Sanierung der Straßen Am Anger und Zum Mühlenberg gehört, die zusammen einen etwa 620 Meter langen Abschnitt der Landesstraße 24 bilden.

Alles auf Vordermann

Das Land, die Stadt Gröningen sowie der Trink- und Abwasserverband Börde (TAV) hatten hier vor Jahresfrist von März bis Dezember alles auf Vordermann gebracht, was auf Vordermann zu bringen war. Also die Versorgungsleitungen genauso wie die Nebenanlagen und die Fahrbahn selbst. Allein Gröningen hat dafür mit Hilfe von Fördermitteln 850 000 Euro ausgegeben. Nun wird dieses Projekt also mit dem Ausbau der Freibad-Zufahrt beendet.

Was aber nicht bedeutet, dass jetzt in Großalsleben mit dem Straßenbau Schluss ist. Ganz und gar nicht. Denn in diesem Jahr wird die L 24 vom Ortseingang aus Richtung Oschersleben bis zur Kaufhalle, wird also die Fabrikstraße einschließlich der Nebenanlagen wieder gemeinsam von Land, Stadt Gröningen und TAV umfangreich saniert. Weshalb dort auch Ende Januar bereits links und rechts der Straße mehr als zwei Dutzend Bäume, vor allem Linden gefällt worden sind. Um Baufreiheit zu schaffen. Bäume, die nach Aussagen der Beteiligten diese Straßenbauarbeiten ohnehin nicht überlebt hätten und durch Neuanpflanzungen ersetzt werden.

Im März/April sollen diese Arbeiten beginnen und im Herbst beendet sein. So dass es während dieser Zeit abermals nicht möglich sein wird, auf der L 24 durch Großalsleben zu fahren. Weshalb es dann wieder eine Umleitung gibt, die weiträumig ausgeschildert sein wird.