DRK-Fest

Der Checker bekommt das Aschenputtel

Das DRK-Wohnheim „Kaktus“ in Gröningen hatte zum Angehörigen- und Betreuerfest eingeladen. Dem Ruf sind etliche Besucher gefolgt.

Von Christian Besecke

Gröningen l Einmal im Jahr gibt es im Rahmen des Angehörigencafés ein sogenanntes Angehörigen- und Betreuerfest im DRK-Wohnheim „Kaktus“ in Gröningen – so auch in diesem Jahr. Der Nachmittag begann mit Kaffee und Kuchen für die Versammelten, schloss Gespräche mit den Mitarbeitern ein sowie einen Vortrag. Diesen hielt Janine Neubauer, Berufsbetreuerin aus Magdeburg. Dabei sprach sie über die Arbeit eines gesetzlich bestellten Betreuers. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einem Abendessen, bei dem ein Gulaschgericht – stilecht aus der Gulaschkanone – serviert wurde.

Schon in ihren Eröffnungsworten wies die Leiterin des Wohnheims, Kirsten Ueckermann, auf die derzeitigen Bauarbeiten in der Nachbarschaft hin. Gleich neben dem „Kaktus“ entsteht derzeit ein Seniorenwohnheim des DRK. Beide Häuser sollen künftig von einem Synergieeffekt profitieren. Entsprechende Arbeiten sorgen dafür, dass in den nächsten Tagen der Außenbereich gesperrt wird. Es sollen Leitungen zum Neubau hinüber gezogen werden.

Von der Ankündigung ließen sich die Feiernden aber nicht die Stimmung verhageln. Das lag auch daran, dass nun die Theatergruppe des Hausen – „Die Seelenvögel“ die Szenerie übernahm. Die Akteure präsentierten den Besuchern eine sehr moderne Version des Märchens „Aschenputtel“. Bei der Vorführung blieb kein Auge beim Publikum trocken, denn die Hobbyschauspieler glänzten bei einem äußerst witzigen Auftritt. Verkörpert wurden die zwei hässlichen Schwestern, Aschenputtel, eine Zauberfee und letztendlich der Checker. Der durfte als die ausgesprochen coole Version des klassischen Prinzen aufgefasst werden. Zudem führte eine Erzählerin durch das moderne Märchen, während im Hintergrund zwei Akteure das selbstgemalte Bühnenbild in die Luft reckten.

Die kurzen und knappen Kommentare der Hobbyschauspieler sowie die tänzelnde Zauberfee, welche von Jörg Lorenz auf grazile Weise verkörpert wurde, sorgten für allgemeine Heiterkeit. Der Checker erzählte dem Publikum immer wieder, was er eigentlich für ein toller Hecht ist und am Ende passte dem Aschenputtel Sissy Katzorke sogar noch der verlorene Hauspantoffel. Die Frage des Checkers, ob sie ihn den heiraten wolle, beantwortete das Aschenputtel dann auch mit einem zeitgemäßen „Jo!“. Damit war die Sache dann klar und die Fee klärte noch einmal alle auf, dass die ganze Sache nicht ohne ihren Einsatz möglich gewesen wäre, während der Checker noch einmal eindringlich auf seine unglaubliche Schönheit hinwies.

Das witzige Stück und die Akteure wurden mit schallendem Applaus bedacht. Für die Hobbyschauspieler war der Auftritt im Wohnheim nicht der erste. Sie waren in der Vergangenheit schon bei einigen Events im Kreis unterwegs und hatten auch da die Lacher auf ihrer Seite. „Die Theatergruppe gibt es seit dem letzten Jahr und sie besteht ausschließlich aus Bewohnern unseres Hauses“, verriet die Leiterin. „Einmal in der Woche treffen sich die Mitglieder und üben dann.“ In das „Aschenputtel“-Stück haben die Beteiligten etwa ein Vierteljahr Zeit gesteckt. Neben den Proben absolvierten sie dabei auch noch Handarbeitsnachmittag, denn die Kostüme und das Bühnenbild haben sie auch selbst gefertigt.

Weitere Arbeiten der insgesamt 46 Bewohner waren an dem Tag auch zu bewundern. Sie wurden, ebenso wie drei Chronikbücher, ein Willkommensheft und ein Infopapier, dem Publikum präsentiert. Weitere Aktivitäten werden von den Mitarbeitern geplant. So gibt es im August ein Sommerfest und eine Urlaubsfahrt.