Sanierung des Salzblütenweges geht voran - Problem mit hohem Grundwasser ausgeräumt

Der "Eingang" zu den Salzstellen wird schöner

Von Yvonne Heyer

Die Bauarbeiten am Salzblütenweg in Sülldorf sind gut vorangekommen. Zu hohes Grundwasser machte den Tiefbauern zu schaffen. Doch das Problem wurde gelöst. In der kommenden Woche wollen die Bauarbeiter mit dem Pflastern beginnen.

Sülldorf l Auch in Sülldorf ist der lange Winter schuld, dass die Bauarbeiten am 3. Bauabschnitt des Salzblütenweges erst deutlich später als geplant starten konnten. Ursprünglich sollte es bereits im Februar losgehen, tatsächlich rückten die Bauarbeiter erst im April an. Ihre erste Aufgabe war es, im hinteren Bereich, unmittelbar an der Sülze, einen Regenwasserkanal zu bauen. Dieser endet in einem gepflasterten Auslaufbauwerk. Diese erste Aufgabe haben die Bauarbeiter gelöst. Danach konnte der eigentlich Straßenbau und damit die Sanierung des desolaten Salzblütenweges beginnen. Größtes Problem dieses Abschnitts: zu viel Wasser. Die hohen Grundwasserstände erforderten die Anpassung des Projektes.

"Wir haben eine Tiefendrainage eingebaut, um das Wasser aus der Straße zu bekommen", erklärt Bauleiter Norman Kurth vom beauftragten Bauunternehmen. Bereits vor der Sanierung, in der Planungsphase, war ein Baugrundgutachten erstellt worden. Es zeigte auf, dass der Baugrund nicht gut ist, eine Drainage müsse eingebaut und eine Bodenstabilisierung vorgenommen werden muss. Das ist nun erfolgt.

Inzwischen ist das neue Straßenbett ausgekoffert, Borde und Gossen sind gesetzt. "In der kommenden Woche wollen wir mit dem Pflastern beginnen", erklärt Norman Kurth weiter. Das neue Straßenbett bekommt das gleiche Pflaster wie in den vorangegangenen Bauabschnitten des Salzblütenweges.

Das ursprüngliche Bauende war für Ende Mai angegeben. "Da wir später begonnen haben, schaffen wir es zu diesem Termin nicht. Ich gehe davon aus, dass wir bis in den Juni hinein zu tun haben", so der Bauleiter.

Die Sanierung des Salzblütenweges musste die Gemeinde Sülzetal trotz angespannter Haushaltslage auf den Weg bringen. Der Ausbau galt inzwischen als Gefahrenabwehrmaßnahme, weil die Straße, die im Naturschutzgebiet Salzstellen bei Sülldorf endet, so desolat war. Die Kommune hatte Fördermittel aus dem europäischen Programm Leader, beantragt und über das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) genehmigt bekommen.

Insgesamt sind für die Baumaßnahme 188 000 Euro veranschlagt. Dabei fließen 111 000 Euro an Fördermitteln. Die Gemeinde muss 47 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen, wobei 30 000 Euro über die Straßenausbaubeiträge wieder in die Gemeindekasse zurückfließen. Im Sülzetal gilt eine Straßenausbaubeitragssatzung mit wiederkehrenden Beiträgen. Für den Salzblütenweg ist geplant, dass Grundstückseigentümer 25 Cent pro Qua- dratmeter zu zahlen haben.