Oschersleben l Die Mobile Kinder- und Jugendarbeit in der Kernstadt Oschersleben und in verschiedenen Ortsteilen nimmt so langsam aber sicher richtig Fahrt auf. Fahrt ist an dieser Stelle genau das richtige Stichwort, denn Jörg Gutbrodt, beim DRK-Kreisverband Börde in Oschersleben für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig, geht tatsächlich an einigen Tagen in der Woche auf „große“ Fahrt, fährt mit einem Kleintransporter auf die Dörfer, in die Ortsteile von Oschersleben. Mit dem neu angeschafften Fahrzeug wird die Mobile Kinder- und Jugendarbeit Realität.

Noch gehöre auch das Klinkenputzen zum Arbeitsalltag von Jörg Gutbrodt. So nimmt er an Tagen der offenen Türen in Schulen teil, um die „aufsuchende und betreuende Jugendarbeit“ bekannter zu machen. Nach Hornhausen, Hordorf und Hadmersleben fährt Jörg Gutbrodt bereits regelmäßig. Jüngst besuchte er die Ortschaftsratssitzung in Ampfurth, um auch hier die Jugendarbeit vorzustellen. „Wichtig ist es, dran zu bleiben, regelmäßig auf die Dörfer zu fahren“, erklärt Jörg Gutbrodt. Dann würde allein schon die Mund-zu-Mund-Propaganda funktionieren. Wer einmal dabei war, bringt beim nächsten Mal andere Mädchen und Jungen mit. In Hornhausen konnten bereits ehrenamtliche Helfer gewonnen werden, die mit den Kindern Spaß bei Sport- und Spiel in der Sporthalle haben. Einmal in der Woche geht es nach Hadmersleben und nach Hornhausen. Freitags können sich Kinder und Jugendliche in der Oschersleber Sporthalle Wasserrenne sportlich betätigen.

Gemeinsame Sache für die Jugend

Die Stadt Oschersleben macht in Sachen Kinder- und Jugendarbeit gemeinsame Sache mit dem DRK-Kreisverband Börde. Der Verband hat den Stadträten ein entsprechendes Projekt vorgestellt, welches nun ins Rollen kommt.

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In diesen Tagen waren alle Verantwortlichen, die Stadt Oschersleben, der Landkreis Börde, der DRK-Kreisverband und das Autohaus Böttche in Oschersleben zusammengekommen, um das angeschaffte „Einsatzfahrzeug“ noch einmal in Augenschein zu nehmen. Der Landkreis hat mit 15.000 Euro gemeinsam mit dem DRK einen Großteil der Anschaffungskosten getragen. Bis vor kurzem fuhr Jörg Gutbrodt mit dem Kleinstransporter eher unauffällig durch die Lande, inzwischen ist das Auto ein echter Hingucker. Die auffällige Gestaltung, ausführt von einem Oschersleber Unternehmen, finanziell abgedeckt durch Spenden sowie Zuwendungen vom Autohaus und der Stadt, sorgt nun dafür, dass sozusagen fahrender Weise Werbung für die Mobile Kinder- und Jugendarbeit gemacht wird.

Auch Fahrten sind möglich

Im Fahrzeug finden nicht nur Kisten und Kästen mit Bastelmaterialien oder Spielen ihren Platz. Der Kleintransporter ist ein Achtsitzer plus Fahrer. Finden also gemeinsame Freizeitaktivitäten statt, wie beispielsweise Fahrten ins Kino oder Ferienfahrten, können die Kinder und Jugendlichen aus den Ortsteilen zusammengeholt werden und gemeinsam von Oschersleben starten.