Oschersleben l Auch wenn es anfangs Irritationen gab, wie das Thema „Rauchverbot auf Spielplätzen auf die Tagesordnung des sich gerade neu formierten Sozialausschusses geriet, entspann sich daraus doch eine lebhafte wie konstruktive Diskussion, was wohl auch Sinn und Zweck der „Übung“ war.

Am Anfang der Debatte standen erst einmal etliche Fragen wie: Ist es tatsächlich ein Problem? Wer soll das Verbot durchsetzen? Wer soll es kontrollieren? Wohin mit den Kippen?

Schilder für das Rauchverbot

Wird ein Rauchverbot auf Spielplätzen ausgesprochen, müssten entsprechende Schilder aufgestellt werden. Vor den Spielplätzen stehen bereits Hinweisschilder zum Verhalten auf den Tummelplätzen. Das Verbot des Rauchens fehlt auf den Schildern. In Magdeburg oder Krottorf beispielsweise wird auf den Hinweisschildern auch auf das Rauchverbot hingewiesen.

„Was spricht dagegen statt eines Verbotes ein Gebot auszusprechen und damit auszudrücken, welche Spielregeln auf dem Spielplatz gelten“, schlug Rainer Kabelitz vor.

Verbot als Spielregel

„Ja, wir sollten es als Spielregeln und nicht als Verbot deklarieren“, meint Beate Schulze. Wie auch Olaf Pankow: „Auf alle Fälle sollte auf den Spielplätzen Müll vermieden werden. Es kann nicht sein, dass Mitarbeiter der Stadtverwaltung den Sand durchsieben müssen. Neue Hinweisschilder sollten aus moralischen Gründen aufgestellt werden. Wir sollten das nicht so ‚hoch hängen‘, stattdessen auf die Vorbildwirkung der Erwachsenen verweisen“, so der Fraktionschef der SPD-Stadtratsfraktion.

Verbot auf 20 Spielplätzen

Bei einem Rauchverbot bliebe auch die Frage im Raum, ob eine Satzung erarbeitet werden müsste, um beispielsweise den Verstoß gegen das Rauchverbot zu ahnden. Die Stadt Oschersleben betreibt in der Kernstadt und in den Ortsteilen 20 öffentliche Spielplätze. In den vergangenen Jahren wurden viele Spielflächen erneuert und modernisiert.