Gröningen l Auf dem Schulhof der ehemaligen Gröninger Sekundarschule, dort wo heute in der Grabenstraße 14 die Verwaltung noch ihr Notdomizil hat und die Grundschüler in einem weiteren Gebäude den Schulhort besuchen, hilft ein großes Plakat dabei, sich den künftigen Sport- und Spielplatz für Hort und Grundschule vorzustellen. Derartige Plakate sind überall dort zu finden, wo auf die Fördermittelgeber aufmerksam gemacht wird. Die Gemeinde Westliche Börde erhielt für die Gestaltung der Freiflächen Fördermittel des Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat. Die Fördermittel helfen, das von langer Hand geplante Projekt umzusetzen.

Die Umgestaltung des Areals hat bereits vor geraumer Zeit mit dem Abriss alter Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Sekundarschule begonnen. Damit wurde Platz geschaffen für einen neuen Schulhof mit Sport- und Spielplatz.

Ein Laufparcours mit unterschiedlichen Steigungen, ein multifunktionales Spielgerät, Sandkasten, zwei Schaukeln, Sonnensegel, Sitzgelegenheiten, ein Sportplatz, auf dem fast alle Ballsportarten möglich sind, dazu kommen Obstbäume und kleine Sträucher. Für die Gestaltung der Freiflächen auf dem einstigen Schulhof stehen Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung. Diese wurden aus dem Förderprogramm „Förderung von kleineren Städten und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ beantragt.

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Mit etwas Verspätung - die Leistungen mussten zweimal ausgeschrieben werden - startete Anfang Oktober eine Firma aus Nienhagen mit den Tiefbauarbeiten für den Sport- und Spielplatz.

Die Tiefbauarbeiten sind wichtig für den künftigen Grundschulstandort, der in den nächsten Jahren in der Grabenstraße 14 entsteht. Schon mit dem Schuljahr 2021/2022 müssen die Grundschüler ihr angestammtes Domizil in der Goethepromenade verlassen.

Im Dezember werden Spielgeräte geliefert

Im Zuge der Tiefbauarbeiten war deshalb das Umverlegen des Schmutzwasser- und der Regenwasserkanals vorgesehen. Im Bau- und Brandschutzausschuss der Verbandsgemeinde konnte zum Stand der Bauarbeiten berichtet werden, dass die Regenentwässerung komplett neu installiert werden musste. Die Abwasseranlage hingegen sei in großen Teilen bautechnisch in einem guten Zustand gewesen, so dass nur minimale Änderungen vorgenommen werden mussten.

Die Spielgeräte sind bestellt und sollen in der 51. Kalenderwoche (14. bis 20. Dezember) geliefert und aufgebaut werden. Die Betonarbeiten haben bereits begonnen und sollen Anfang Dezember enden. Parallel setzen die Pflasterarbeiten ein. Das Projekt soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

In den nächsten Jahren soll sich das Areal Grabenstraße 14 in einen modernen Bildungsstandort verwandeln. Die Planungen dafür haben inzwischen konkrete Formen angenommen. Eine Bauvoranfrage für die Bauarbeiten am ehemaligen Fachkabinett-Gebäude ist bereits vor etlichen Wochen beim Landkreis eingereicht worden.

Bauvoranfragen noch nicht beantwortet

Die aktuellen Bauaktivitäten in der Außenanlage seien bereits ein wesentlicher Start des Vorhabens. „Das derzeitige Schulgebäude in der Goethepromenade steht nur noch bis zum Schuljahresende zur Verfügung. In den Sommerferien wird der Umzug stattfinden. Im neuen Standort wird dann eine attraktive Außenanlage auf die Grundschüler warten. Allerdings ziehen die Grundschüler erst einmal in das Gebäude, in dem sich aktuell die Gemeinderverwaltung befindet“, erklärt Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz.

In den vergangenen Wochen seien die Fachplaner für Heizung, Sanitär, Elektro und den Statiker ausgeschrieben. Für Mitte Dezember sei eine Zusammenkunft mit den Bestbietern geplant. Die Vergabe befinde sich auf der Zielgeraden. Bis Ende Februar soll dann eine fertige Bauantragsunterlage erarbeitet sein. „Leider fehlt auf die im August eingereicht Bauvoranfrage noch immer die Antwort vom Landkreis Börde. Aufgrund eines erhöhten Arbeitsaufkommens und Krankheit verzögert sich der Vorbescheid“, muss Fabian Stankewitz berichten.

Mit den Abbrucharbeiten im Fachkabinettgebäude solle im 2. Quartal 2021 begonnen werden. Alle weiteren Arbeiten seien abhängig vom Genehmigungszeitpunkt.

Weil die Grundschüler in dem Gebäude untergebracht werden müssen, wo sich aktuell noch die Verwaltung befindet, seien hier noch einige Umbaumaßnahmen notwendig. Dazu zählt beispielsweise eine separate Heizungsanlage und die Ertüchtigung in Sachen Brandschutz. Weitere Fragen, wie zu den Toilettenanlagen, werden durch die Bauvoranfrage beantwortet. „Die Ergebnisse warten wir ab. Einige Kosten sind bereits in der Kostenschätzung enthalten. Ob diese ausreichen, bleibt mit den genauen Auflagen abzuwarten. Leider steht auch noch der Fördermittelbescheid aus. In den letzten Jahren ist dieser immer in den ersten Dezembertagen eingegangen. Wir planen weiter, als ob alle Mittel, wie beantragt, genehmigt werden“, weiß der Verbandsgemeindebürgermeister weiter zu berichten.

Mit dem Fortschreibungsantrag im Fördermittelprogramm „Aktive Zentren“ sollen zusätzliche Mittel für den Abbruch der derzeitigen WC-Anlagen und den Aulaanbau beantragt werden. Ein entsprechender Beschluss werde vom Gröninger Stadtrat im Dezember zu fassen sein. Nach dem heutigen Stand der Dinge geht Fabian Stankewitz davon aus, dass sich die Gesamtmaßnahme bis 2025 hinziehen wird.