Landesschützentag

Großer Umzug mit rund 300 Teilnehmern

Oschersleben war Gastgeber des 27. Landesschützentages. Landeskönige werden ausgeschossen und proklamiert.

Von Yvonne Heyer

Oschersleben l Mehr als zwei Jahre sind ins Land gegangen, seit sich der Kreissportschützenverband des Landkreises Börde um die Austragungdes 27. Landesschützentages bewarb. „Gemeinsam mit dem Landkreis und der Stadt haben wir am Programm gearbeitet, Örtlichkeiten dafür gesucht, eben alles organisiert, damit wir als Kreisverband würdige Gastgeber des Landesschützentages sind“, berichtet Kreisverbandschef Michael Hecht. Alle zwei Jahre, immer in gerade Jahren, ist die Landeshauptstadt Austragungsort des Landesschützentages, in den Jahren dazwischen können sich die Kreisverbände um das Ausrichten bewerben.

Der 27. Landesschützentag in Oschersleben begann am Freitagabend mit einem Empfang im Rathaus der Stadt. Bürgermeister Benjamin Kanngießer hieß die Vertreter des Landesschützenverbandes mit seinem Präsidenten Eduard Korzenek willkommen und richtete ein kurzes Grußwort an die Abordnungen. Gast des Empfangs war auch Landrat Hans Walker (CDU) und die SPD-Landtagsabgeordnete Silke Schindler. Schließlich war es am Freitagabend Sache vom mittelalterlichen Stadttorwächter Jochen Lübbecke die Schützen mit auf eine Reise durch die Geschichte Oscherslebens zu nehmen.

Ein Kameradschaftsabend, an dem auch Innenminister Holger Stahlknecht teilnahm, schloss sich an den Empfang im Rathaus an. Während der Veranstaltung spielte das Oschersleber Blasorchester auf und beeindruckte die Teilnehmer mit seinem Können.

Mit der turnusmäßigen Vorstandssitzung wurde der Landesschützentag am Sonnabendvormittag fortgesetzt. „Hier wurde unter anderem beschlossen, dass der Landesschützenverband Sachsen-Anhalt im Jahr 2019 nach 1997 zum zweiten Mal den Bundesschützentag austragen wird. Dieser wird in Wernigerode stattfinden“, berichtet Michael Eisert, im Landesvorstand Schriftführer und verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit. Er berichtet zugleich, dass der 16-jährige Pascal Melchert vom Schützenverein Eilsleben während der Vorstandssitzung als Sportschütze des Jahres geehrt wurde.

Während der Vorstand tagte, fand im alten Aldi-Markt das Landeskönigsschießen und das Landespokalschießen statt. Aus 31 Vereinen nahmen die amtierenden Könige in mehreren Durchgängen vor der hochmoderne Schießanlage Aufstellung und visierten mit Luftgewehren und Luftpistolen die zehn Meter entfernten Zielscheiben an.

Die besten Serien schossen Carla Vollmer vom Schützenverein Eilsleben und Bernd Rahmel vom Schützenverein Kroppenstedt. Beide wurden auf dem Landesschützenball am Sonnabendabend in Harbke als Schützenkönige proklamiert. Carla Vollmer wird Ende April am Bundeskönigsschießen in Frankfurt/Main teilnehmen. Die Jugendkönige waren bereits im Vorfeld ausgeschossen worden. Jugendkönigin wurde Freya Simon vom Schützenverein Langenstein und Jugendkönig ist Cedric Weißbrich vom Schützenverein Wolmirstedt. Er wird ebenso am Bundeskönigsschießen teilnehmen.

Am Sonnabendnachmittag hallten schließlich die Kommandos von Thomas Kaseckert, stellvertretender Präsident des Kreissportschützenverbandes Börde über den Oschersleber Rathausplatz. Hier waren mehr als 300 Schützen zum Umzug angetreten. Musikalisch begleitet wurde der Zug vom Blasorchester und Spielmannszug Oschersleben. Innenminister Holger Stahlknecht begrüßte in einem kurzen Grußwort die Schützenvereine und bezeichnete diese als starke Säule unserer Gesellschaft.

Der Bürgerschützenverein Oschersleben hatte für den Präsidenten des Landesschützenverbandes, Eduard Korzenek, ein besonderes Geschenk vorbereitet, welches Ralf Gottschlich gemeinsam mit Carola und Wolfgang Herbert sowie Norbert Schwab und Kay Elzner übergab: eine von Kay Elzner gestaltete Schützenscheibe sowie alte Fotos vom Mitteldeutschen Schützentag 1933.

Ein wahres Feuerwehr von Böllerschüssen erlebten die Teilnehmer des Schützenumzuges und die Oschersleber Zuschauer am Hackelberg.