Kroppenstedt l Dass der Engel niemand anderes als die ihnen gut bekannte Beate Könnecke ist, das bekommen selbst die ganz Kleinen recht schnell mit. Schwieriger ist Hans-Georg Bahlke in seiner Weihnachtsmann-Kluft zu erkennen. Der weiße Bart und die rote Kapuze sind eine gute Tarnung. Aber alle spüren, dass es auch dieser Mann gut mit ihnen meint, zumal er sogleich Süßigkeiten an die Kinder verteilt.

Das Ganze spielt sich vor dem großen Kroppenstedter Wohnblock „Am Bahnhof“ ab, in dem inzwischen fünf Flüchtlingsfamilien aus Syrien und Afghanistan wohnen. Doch haben Beate Könnecke und Hans-Georg Bahlke gemeinsam mit Ilse-Marie Vogel, Christine Blum und weiteren Mitstreiter des Kroppenstedter „Runden Tisches“ nicht nur für die Flüchtlingsfamilien diese kleine Heiligabend-Party organisiert, sondern auch für die anderen Hausbewohner. Und angelockt von der Musik des Kroppenstedter Posaunenchors, kommen aus allen Eingängen immer mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene anmarschiert, um den Heiligen Abend in freundlicher Gemeinsamkeit zu beginnen.

Der später auch in freundlicher Gemeinsamkeit fortgesetzt wird und ebenso freundlich ausklingt. Denn als die Glocken der Martinikirche zum Heilig-Abend-Gottesdienst rufen, kommen nicht nur Kroppenstedter Christen und andere alteingesessene Stadtbewohner, sondern es kommen auch die muslimischen Flüchtlingsfamilien.

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Denen im Übrigen zwischendurch Engel und Weihnachtsmann genauso wie den anderen Kindern des „Am Bahnhof“-Wohnhauses kleine Geschenke in die Wohnungen gebracht hatten.