Hohendodeleben l Erstmals hat Kurt-Albrecht Buchhorn beim Weihnachtszauber in Hohendodeleben sein Heimatbuch der Öffentlichkeit präsentiert. Eine umfangreiche Recherchearbeit in gedruckter Form, die der ehemalige Lehrer und Schulleiter mit „Hohendodeleben im Wandel der Zeit“ betitelt.

Nach Pensionierung wieder recherchiert

Wie er berichtet, ist er seit 50 Jahren in Hohendodeleben heimisch und hat sich schon während seiner Lehrerzeit in Hohendodeleben intensiv mit der Heimatgeschichte befasst. Als er 1991 an das Börde-Gymnasium in Wanzleben wechselte und dort die Aufgaben des Schulleiters übernahm, fehlte für das Hobby die Zeit. „Nach meiner Pensionierung habe ich dann 2011 dort weitergemacht, wo ich 20 Jahre vorher aufgehört habe“, so Kurt-Albrecht Buchhorn. Inzwischen 1080 Jahre Dorfgeschichte boten ihm genügend Stoff.

Im Laufe der Jahre wälzte er unzählige Kirchenbücher und Kirchenakten, aber auch viele weitere Dokumente, die er unter anderem im Landeshauptarchiv fand. Doch auch die politische Gemeinde Hohendodeleben selbst wartete mit einem umfangreichen Archiv auf, das zahlreiche Daten und Fakten ab etwa 1840 umfasst. Schwierig war es nach Buchhorns Aussage nur, Informationen zu den Jahren ab 1950 zu finden.

Pfarrer schrieb einst Ortsgeschichte

Eine Bereicherung in der Geschichte Hohendodelebens sieht Kurt-Albrecht Buchhorn in dem Pfarrer Christoph Eusebius Meier (geboren 1738, gestorben 1830), der ab 1761 bis zu seinem Tode hier als Pfarrer wirkte. Mit Akribie widmete dieser sich der Ortsgeschichte, in dem er wichtige Fakten zu jedem Hof im Ort dokumentierte. „Sein Wunsch, dass das nach seinem Tod weitergeführt wird, ist nicht in Erfüllung gegangen“, erklärt Kurt-Albrecht Buchhorn.

Von Ersterwähnung bis Seidenraupenzucht

In seinem eigenen 136 Seiten zählenden Heimatbuch hat er auch über den Pastor Meier einiges geschrieben. Ebenso hat der Autor zur Ersterwähnung und den archäologischen Funden, zur Landwirtschaft, die den Ort bis heute prägt, oder auch zur Kirche umfassend recherchiert. Interessantes hat er in schriftlicher Form auch über Friedrich von Matthisson, der Kirche und die Begräbnisstätten oder den Bau der Kommunikations- und Dorfstraßen zu berichten. Weitere Themen widmen sich dem wirtschaftlichen Leben, handeln beispielsweise vom Salzhandel, dem Maulbeeranbau und der Seidenraupenzucht, Windkraft und elektrischem Strom oder der medizinischen Versorgung. Das Feuerlöschwesen und die Vereinsarbeit füllen weitere Kapitel.

Doch wer das Inhaltsverzeichnis des sogenannten „Heimatbuches für die Dorfgemeinschaft“ liest, wartet sicher mit größter Spannung auch auf die Seite 126. „Geschichten auf dem Großvaterstuhl“ werden hier versprochen.

Buch für die Dorfgemeinschaft

Was sich dahinter verbirgt, möchte Kurt-Albrecht Buchhorn noch nicht verraten. Er hofft, dass das und auch die anderen Geschichten aus der Geschichte Hohendodeleben Interesse wecken. Zahlreiche Bilder und Informationskästen bereichern das Layout, das der Autor selbst entworfen hat.

Die Bücher sind bei Kurt-Albrecht Buchhorn in der Kleinen Straße 31 in Hohendodeleben erhältlich. Für Informationen und Bestellungen ist er telefonisch erreichbar unter der Nummer 039204/614 00.