Kinder

In Kloster Gröningen spielen die Kinder bald vor historischer Kulisse

Bei der Planung des neuen Spielplatzes für Kloster Gröningen spielen auch Belange des Denkmalschutzes eine Rolle. Die Gemeinde soll ein Denkmal mit in den Spielplatz einbeziehen.

Von Yvonne Heyer 11.08.2021, 11:16
Bei der Planung des neuen Spielplatzes  in Kloster Gröningen musste bedacht, werden das Denkmal, welches auf dem Areal steht, nicht in Gänze in den Hintergrund gerät.
Bei der Planung des neuen Spielplatzes in Kloster Gröningen musste bedacht, werden das Denkmal, welches auf dem Areal steht, nicht in Gänze in den Hintergrund gerät. Foto: Yvonne Heyer

Kloster Gröningen - Noch kann der Spielplatz in Kloster Gröningen von den Kindern genutzt werden. Doch die Geräte zum Toben, Balancieren, Klettern oder Schaukeln sind in die Jahre gekommen. Immer wieder sind Mängel oder Gefahrenquellen beseitigt werden. Schritt für Schritt werden deshalb bereits seit geraumer Zeit die Spielplätze in der Verbandsgemeinde Westliche Börde erneuert. Dabei halfen seit 2016 immer wieder Fördermittel aus dem europäischen Förderprogramm „Leader“. Um auch den Spielplatz im Gröninger Ortsteil Kloster Gröningen erneuern zu können, wurden ebenso Leader-Fördermittel beantragt. Inzwischen liegt der bestätigte Zuwendungsbescheid in Höhe von 37 500 Euro vor.

Aus dem Schreiben geht auch hervor, dass der ursprüngliche Fördermittelantrag am 3. Juli 2020 gestellt und am 26. August 2020 in der Fördermittelstelle registriert wurde. Insgesamt vier weitere Schreiben mussten von Januar bis März auf die Reise geschickt werden, weil die Planung des neuen Spielplatzes immer wieder angepasst werden musste. „Nach dem Fördermittelantrag, der es auf die Prioritätenliste der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Börde geschafft hatte, musste eine qualifizierte Kostenschätzung erarbeitet werden. Die ursprüngliche Schätzung ging von 50 000 Euro aus“, erklärt Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz das Prozedere. Bei dieser Summe ist es nach der qualifizierten Kostenschätzung auch geblieben. Bei einer Fördersumme von 37 500 Euro liegt der Eigenanteil der Stadt Gröningen somit bei 12 500 Euro. Diese Summe ist im aktuellen Haushalt eingestellt, auch dieser Nachweis muss bei einem Fördermittelantrag erbracht werden.

Der Kloster Gröninger Spielplatz befindet sich sozusagen in einem historischen Umfeld. Das sollte bei der genaueren Planung genauso bedacht werden, wie die Barrierefreiheit. Hinzu kommt in Kloster Gröningen, dass auf dem Platz, wenn auch im Hintergrund, ein Denkmal steht. Dieses Denkmal sollte laut Auffassung des Denkmalschutzes durch die Umgestaltung des Spielplatzes nicht tatsächlich in den Hintergrund geraten. Das hatte zur Folge, dass mehrfach umgeplant werden musste. „Mit einer wassergebundenen Strecke wird der Weg zum Denkmal hergestellt und damit rückt es wieder in den Vordergrund, wird die Wirkung verstärkt“, erklärt Fabian Stankewitz. Der Verbandsgemeindebürgermeister kann zudem berichten, dass die Ausschreibung für den Spielplatz läuft. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Spielgeräte aus Naturmaterialien noch in diesem Jahr aufgebaut werden können.

Damit die Kinder aus Kloster Gröningen weiterhin den Spielplatz nutzen können, sollen die alten Geräte erst im Frühjahr des nächsten Jahres abgebaut werden.

Fabian Stankewitz geht davon aus, dass im Mai oder Juni die Einweihung gefeiert werden kann.

Die Stadt Gröningen hat sich als strategische Hausaufgabe für die Zukunft in das Integrierte Stadtentwicklungskonzept geschrieben, jedem Kind zehn Quadratmeter Spielfläche zur Verfügung zu stellen. Mit dem bereits erneuerten Spielplatz in Großalsleben und dem Bodespielplatz in der Kernstadt selbst ist man diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. Im nächsten Jahr setzt sich der Weg mit dem dann sanierten Spielplatz in Kloster Gröningen fort. Zudem entsteht bekanntlich auf dem Edelhof mit der neuen Kita ebenso ein neues Spielareal, dass auch von der Öffentlichkeit genutzt werden kann.