Gröningen l Mächtig erschrocken schauen viele umher. Niemand weiß so recht, was da so eben geknallt hat. Kinder und Erwachsene sind gleichermaßen irritiert. Fabian jedoch gehört zu denen, die ganz unaufgeregt bleiben. Nur ärgert er sich, dass er nicht mehr so gut vorwärts kommt. Kein Wunder, ist doch gerade der Hinterreifen seines Fahrrades geplatzt. Womit die Ursache des Knalls gefunden ist.

Klaus Glandien ist gleich zur Stelle, zieht Fabian buchstäblich aus dem Verkehr und tröstet den Unglücksraben: „Du bekommst ein Ersatzrad und kannst dann gleich weiterfahren“, sagt der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Oschersleben und löst sein Versprechen auch sofort ein. Alles geht wieder seinen Gang.

Also nicht nur, dass zahlreiche Mädchen und Jungen auf dem Fahrradparcours weiter ihre Runden drehen. Gleich nebenan wird an einem Puzzle-Stoppschild weitergebastelt, marschieren Kinder auf einem mobilen Zebrastreifen hin und her und drehen andere Steppkes am Verkehrsquiz-Glückrad. Auch rast der Gurtschlitten wieder nach unten und wirft ein Puppe ab, weil sie nicht angeschnallt war.

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All das spielt sich auf dem Gelände der Gröninger Kindertagesstätte „Bodespatzen“ ab, in der heute die Kreisverkehrswacht Oschersleben zu Gast ist. „Es ist der Höhepunkt unserer Projektwoche zur Verkehrserziehung“, sagt Kita-Leiterin Birgit Wiehmann und lobt sofort Klaus Glandien und seine sechs Mitstreiter: „Seit 20 Jahren unterstützt uns die Verkehrswacht Oschersleben bei der sehr wichtigen Verkehrserziehung unserer Kinder. Vor drei Jahren haben wir sogar einen Kooperationsvertrag abgeschlossen.“

Auf dieser Grundlage haben sich Vertreter der Kindertagesstätte und der Verkehrswacht abermals schon im Vorfeld zusammengesetzt, um über den Ablauf der Projektwoche und speziell über die Schwerpunkte zu reden, die am Besuchstag der Verkehrswacht eine Rolle spielen sollten.

„Verkehrsunfälle, bei denen Kinder zu Schaden gekommen sind, waren hier in Gröningen in der jüngeren Vergangenheit zum Glück nicht zu beklagen“, sagt Klaus Glandien: „Und das soll auch so bleiben.“

Deshalb haben Birgitt Wiehmann und ihre Mitstreiterinnen auch für dieses neuerliche Verkehrsprojekt zum einen die Verkehrswacht um Unterstützung gebeten und sich zudem selbst wieder einiges einfallen lassen. „So bemühen wir uns die gesamte Woche, den Mädchen und Jungen beizubringen, wie sie sich als Fußgänger oder Radfahrer ordnungsgemäß verhalten und worauf sie auch achten sollten, wenn sie mit ihren Eltern im Auto mitfahren“, sagt Tagesstättenleiterin Birgit Wiehmann.