Gemeinde Westliche Börde l Mit Beginn der kalten Jahreszeit rückten die Mitarbeiter des Bauhofes zu ersten kleineren Einsätzen aus, stumpften bei Glätte die Fußwege ab. „Wir waren bislang 13 Mal draußen“, sagt der Abschnittsleiter des Bereiches Süd, Mathias Jaensch. Doch so richtige „dicke“ war es ja erst am vergangenen Wochenende gekommen. Der am Freitagvormittag einsetzende Schneefall forderte die Bauhof-Männer, auch im Nordbereich der Verbandsgemeinde voll und ganz.

Doch der Bauhof war gut gerüstet und bestens vorbereitet. Eine Flotte von Streu- und Räumfahrzeugen stand bereit, um kommunale Gehwege, Plätze und Straßen von der weißen Pracht zu räumen. Zusätzlich waren vor dem Winter etwa 140 Tonnen Splitt zum Streuen eingelagert worden. Zum Abstumpfen der Fußwege und Straßen werde aus Gründen des Umweltschutzes nur noch Splitt verwendet. Salz werde, wenn überhaupt, nur auf Treppen eingesetzt, um den Splitt nicht in die Gebäude zu tragen und um die Fußböden zu schonen.

Der Abschnitt Süd des Bauhofes umfasst die Kernstadt Gröningen und deren Ortsteile sowie Kroppenstedt.

Mehrmals ausgerückt

„Wir haben am Freitag im Lauf des Tages mit dem Schneeräumen begonnen. Nach einer Pause von 16 bis 19 Uhr sind die fünf Gröninger und die zwei Kroppenstedter Kollegen nach 19 Uhr nochmals für das Schneeräumen und Nachstreuarbeiten ausgerückt. Bis 23 Uhr waren wir unterwegs“, erzählt Mathias Jaensch. Am Sonnabend ging es dann um 7 Uhr weiter, neun Stunden waren die Kollegen an diesem Tag im Einsatz

In Gröningen stehen vier Streufahrzeuge, das sind drei Multicar und ein Kommunaltraktor, bereit, um mit Personal besetzt zu werden und um in die Ortschaften zum Winterdienst auszurücken. Zuerst werde vor den Gerätehäusern der Feuerwehr, Bushaltestellen, Kindertagesstätten und Schulen gestreut. Dann sind vielbefahrene Kommunalstraßen mit ihren Knotenpunkten an der Reihe. Wo die Beschäftigten des Bauhofes mit ihren Fahrzeugen nicht hin kommen, sind die Mitarbeiter mit Handstreuern unterwegs.

Der Abschnitt Nord des Bauhofes hat seinen Sitz in Hamersleben und umfasst die Gemeinden Am Großen Bruch und Ausleben. Dort ist Dieter Herzberg Abschnittsleiter. „Bei uns ging es am Freitagnachmittag so richtig los. Um 16 Uhr sind wir ausgerückt und waren mehrere Stunden im Einsatz“, berichtet Dieter Herzberg. Er berichtet zugleich, dass es am Sonnabend bereits um 5 Uhr weiter ging, um Straßen und Fußwege abzustumpfen. Am Sonntag reichte lediglich eine Kontrollfahrt und am Montag wurden noch vorhandene glatte Stellen mit Splitt abgestumpft. Alle acht Kollegen waren am Wochenende im Einsatz. Im Abschnitt Nord der Verbandsgemeinde stehen ebenso vier Fahrzeuge zur Verfügung. Die Multicar wie auch ein kleiner Traktor werden für den Winterdienst mit der entsprechenden Räum- und Streutechnik aufgerüstet.

In der Winterzeit habe ein Kollege Bereitschaft, der, je nachdem was der Wetterbericht verkündet, „um 4 Uhr vor die Haustür tritt. Ist der Winterdienst erforderlich, werden die anderen Kollegen informiert. Spätestens um 5 Uhr geht es dann vom Hof. Jeder Kollege hat seine festgelegte Route“, so Dieter Herzberg. Drei, vier und auch mehr Stunden dauert es in der Regel, bis alles geräumt und abgestumpft ist. „Schneit es erneut, muss nachgeräumt werden. Auch wenn wir über das Wochenende unterwegs waren, schön war es trotzdem, wie sich vor allem die Kinder über den Schnee gefreut haben, der Schnee kann ruhig liegen bleiben“, so Dieter Herzberg.