Seehausen l Radtouristikerin Susanne Bohlander kennt den Elberadweg bestens, sprach jüngst im Tourismusausschuss Plus-, aber auch Minuspunkte im Bereich zwischen Eickerhöfe nahe der Eisenbahnbrücke gen Brandenburg und Schönberg an. „Seit 2013 hat sich einiges getan“, so ihr Fazit.

Ab Oberkamps bis kurz vor Schönberg wurde die Strecke im Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung saniert. Durch die Pflasterung in voller Wegbreite „besteht keine Gefahr des Zuwachsens mehr“. Der Vergangenheit gehören auch die für Radler ärgerlichen Absperrungen in Form gewölbter Bleche an, die der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) entfernen ließ. Es existieren auf einigen Abschnitten radfahrer-freundlichere Absperrungen (ohne Mittelblech).

Bohlander und die AG Radtourismus freuen sich auch über die Beschilderung: Seit 2015 ist der Weg westlich der Elbe nicht mehr nur die Alternativroute, sondern auch Teil des beliebtesten Fernradweges Deutschlands. Auch das Anbringen der Infotafeln unter dem Motto „Von Storchendorf zu Storchenstadt“ (Wahrenberg-Werben) habe den Weg bereichert. Es besteht zudem kein Problem mit Vandalismus – nur die Tafel am Parkplatz Schönberg ist beschädigt.

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Ein Problem-Abschnitt ist die Strecke von Eickerhöfe bis Steinfelde (2,7 km). Der anfangs etwa einen Meter breite gepflasterte Mittelstreifen wächst laut Susanne Bohlander von den Seiten her immer weiter zu und ist an vielen Stellen nur noch halb so breit. „An einigen Stellen sind die Steine lose und abgesackt, es gibt Löcher.“ Eine Pflasterung in ganzer Wegbreite sei von Vorteil. Einen ähnlich schlechten Zustand gibt es im Bereich Schönberg/Deich. Die gepflasterte mittlere Spur wächst allerdings nur von einer Seite zu. „Es gibt zahlreiche Stellen mit abgesackten Steinen“, sprach die Radtouristikerin die vielen Dellen in dem Bereich an. „Auch hier besteht dringender Sanierungsbedarf.“

Eine Gefahrenquelle stellt dazu die Absperrung bei Eicker­höfe dar. „Der Pfosten ist zu weit nach rechts gesetzt.“ Dies wiederum habe eine nur schmale Durchfahrt zur Folge. Hinzu kommt, dass der Rand dort auch sehr rutschig sei. Möglichst vor der Fahrradsaison müsste der Pfosten versetzt werden, rät die Losenraderin.

Weiter hofft sie, dass die Vollsperre beim Parkplatz Schönberg durch eine Fahrradweg-Sperre ersetzt wird. Radler können nicht passieren und müssen absteigen. Außerdem ärgert Susanne Bohlander, dass es noch keine regensicheren Holzkästen an den Infotafeln gibt. Diese sollen den Flyern zugute kommen, auf denen unter anderem auf Herbergen oder Gaststätten hingewiesen wird. Die Radler hoffen, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen.