Seehausen l Der erste Arbeitseinsatz liegt hinter den Jugendlichen. Birgit Neubert ist begeistert. „Es war eine sehr gelungene Sache.“ Der zur Jugendwohngruppe des Hauses „Refugium“ in Seehausen gehörende Außenbereich entwickelt sich, wird immer ansehnlicher. Das Ziel: „Wir wollen eine schöne Begegnungsstätte schaffen“, informiert die Leiterin des Kinder- und Jugendhilfebereiches des Diakoniewerks Osterburg.

Das Außengelände der Stätte möchten die Verantwortlichen, die Jugendlichen eingeschlossen, aufwerten. Bestandteil des Projektes, das im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben“ gefördert wird, ist ein neuer Lehmbackofen, dessen Fundament bereits fertiggestellt ist. Auch die Jugendlichen packten fleißig mit an und unterstützten Markus Grosser aus Tangermünde, einen Fachmann auf diesem Gebiet. „Wir haben natürlich überlegt, was wir Besonderes machen können“, blickt Birgit Neubert zurück. In der Gemeinschaft wollen sie etwas auf die Beine stellen. Wie diesen Lehmbackofen. Partner konnte die Diakonie ins Boot holen. Wie die Altmärkische Bürgerstiftung oder die Sportgemeinschaft Seehausen, bei der ein Jugendlicher der Seehäuser Wohngruppe Handball spielt. Nicht zu vergessen die Jugendlichen, die beim Startschuss kürzlich voller Eifer mitwirkten. Darunter auch Schüler des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums und der Gemeinschaftsschule.

Die zur Wohngruppe gehörenden fünf Afghanen, vier Somalis und ein Syrer (im Alter von 14 bis 18 Jahren) sollen den Platz unter freiem Himmel nutzen – und auch Freunde mitbringen. „Wir freuen uns über Besuch“, sagt Birgit Neubert. Nach den dann noch im September und Oktober geplanten weiteren Arbeitseinsätzen – der nächste soll am 11. September über die Bühne gehen – werden die Arbeiten im Außenbereich des „Refugium“ am Winckelmannplatz weiter fortgeschritten sein. Am 23. Oktober soll dann auch der Lehmbackofen eingeweiht werden.

Bilder

Weiterhin stand beim jüngsten Treffen die künftige Rasenfläche im Fokus, die von Unkraut befreit worden ist. Wenn das Grün angewachsen ist, kann das großzügige Areal für sportliche Aktivitäten genutzt werden. Andere Jugendliche widmeten sich Regentonnen und deren neuen Standorten, der Vorbereitung eines neuen Komposthaufens, der Verpflegung und der Dokumentation. „Wir wollen möglichst vieles festhalten.“ Auf Bildern und Videos.

Das Zusammenspiel im Haus „Refugium“ klappt. „Wir pflegen untereinander einen respektvollen Umgang“, hält es Birgit Neubert nicht für einen Nachteil, dass minderjährige Jugendliche verschiedener Nationalitäten und damit anderer Kulturen, die ohne ihre Erziehungsberechtigten nach Deutschland kamen, dort eine Bleibe fanden.