Osterburg l Eigentlich war angedacht, dass das Geld in Gänze in den Anbau an die Lindensporthalle fließen soll. Doch nicht zuletzt angesichts des Zeitdrucks – die Maßnahmen müssen bis Ende dieses Jahres beauftragt sein – empfiehlt die Stadtverwaltung, den Lindensporthallen-Anbau erstmal „nur“ in Planung zu geben. Und den Rest des Geldes in die Sanierung des Sozialtrakts an der Bleiche zu stecken. „Dort sind die Pläne schon weit gediehen“, sagte Nico Schulz (Freie Wähler), Bürgermeister der Einheitsgemeinde Osterburg, am Montag im Bauausschuss. Wie Bauamtsleiter Matthias Köberle mitteilt, geht es an der Bleiche um eine Raumstrukturanpassung und Sanierung des Sanitär- und Duschbereiches, um die Herstellung von Barrierefreiheit und je nach Kostenlage auch noch um die Außenanlage.

Bezüglich der Lindensporthalle hat die Stadt seit Jahren einen Sozialtrakt-Anbau auf der Agenda. Weil das so ist, gab es 2006 auch schon einmal einen Planungswettbewerb. Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose (CDU) erinnerte am Montag daran, „was damals mit großem Abstand gewonnen hat, sollten wir nicht aus den Augen verlieren“. Das werde auch nicht passieren, versicherte Köberle. Die Pläne von 2006 sollen aktualisiert werden. Die spätere Umsetzung des Neubaus betreffend, hat die Stadt eine Förderung aus dem Topf für Städtebaumittel beantragt (Stadtumbau Ost).

Der Bauausschuss und auch der Finanzausschuss haben die Pläne in dieser Woche grundsätzlich abgenickt. Laut Michael Handtke, dem Finanzausschussvorsitzenden, bezüglich des Bleiche-Flachbaus mit der Maßgabe, nochmal genau zu schauen, ob Kosten gespart werden können.

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Wer seinen Ausgleichsbetrag bis Ende 2019 und damit vorzeitig bezahlt hat, kam in die Gunst von Rabattierungen. Gut die Hälfte der Eigner der rund 500 Grundstücke im Sanierungsgebiet machte davon Gebrauch. Zwischenzeitlich kamen so gut 400.000 Euro zusammen. Davon wurden 45.000 Euro für den Abbruch der Gebäude in der Burgstraße 13/14 und 30.000 Euro für den Kauf des Parkplatzes in der Poststraße verwendet. Bleiben rund 330.000 Euro, die die Stadt laut Beschlussvorlage um die nun noch per Bescheid zu erhebenden rund 260.000 Euro aufstockt. „Erfolgt keine Vorfinanzierung der voraussichtlich noch einzunehmenden Mittel, sind diese mit der Schlussrechnung zu je einem Drittel an Bund und Land abzuführen.“

Die Ausgleichsbeträge dürfen qua Gesetz nur im Sanierungsgebiet Osterburger Altstadt eingesetzt werden. Eigentümer von Grundstücken in diesem rund 46 Hektar großen Gebiet zahlen jetzt zum Ende des geförderten Sanierungsmarathons ihren Anteil an der Verschönerung der Stadt. Als Ausgleich dafür, dass sich der Bodenwert ihres Grundstückes erhöht hat.