Seehausen l Es ist schon Tradition, dass Schüler des Markgraf Albrecht Gymnasiums im Krankenhaus Arbeiten aus dem Kunstunterricht oder entsprechenden Kursen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Idee dazu entstand vor gut elf Jahren. Federführend waren dabei die Kunstlehrerin Elke Preis und die Öffentlichkeitsbeauftragte Diana Scholz vom Krankenhaus. Über die Ausstellungsreihe freuen sich viele Patienten und Besucher, dabei sind die Exponate der Schüler nicht nur ein Blickfang. Oft regen sie auch zur Diskussion an.

Die aktuelle Exposition lässt zwei Themengruppen erkennen. Da ist zum einen die Auseinandersetzung der Schüler aus den 11. Klassen mit dem holländischen Künstler Piet Mondrian (1872-1944), der als Vertreter der klassischen Moderne mit seinem Spätwerk auch als Begründer der abstrakten Malerei gilt. Zum anderen kreierten Schüler dem Maler mit den drei Vornamen, Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser (1928-2000), ein Türschild. Da der Maler ein absoluter Gegner der geraden Linien und jeglicher Standardisierung war, wurde als Malgrund je ein runder Teller gewählt. Mit dieser Arbeit setzten sich die Schüler der fünften Klassen auseinander. An der Wand zur chirurgischen Ambulanz werden nicht von ungefähr Arbeiten von aufgeklappten Köpfen gezeigt. In denen werden die Antworten zu der Frage „Was geht in den Gehirnen der 15jährigen vor?“ gesucht. Eine ganz individuelle Antwort zu finden, ist absolut gewollt. Der eigenen Phantasie der Deutung sind keine Grenzen gesetzt. „Querbeet sind viele grundsätzliche Techniken erkennbar, Farben dominieren, die Kreativität der Schüler hat Vorrang, wobei der Fokus im Experiment liegt“, so Elke Preis. Als erste Gäste konnte sie gemeinsam mt Diana Scholz eine Abordnung von Schülern der 10. Klasse der Seehäuser Gemeinschaftsschule begrüßen. Diese Schule besitzt einen Kooperationsvertrag mit dem Gymnasium. Als Gäste brachten sie auch Schüler aus Syrien und Afrika mit, die acht Stunden pro Woche den Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ besuchen. Die beiden begleitenden Pädagoginnen Marita Wiesenberg und Monika Vinzelberg schätzten diese Ausstellung als gut gelungen ein und verbinden damit den Wusch, dass sich ihre Schüler den einen oder anderen Impuls für die eigene Arbeit im Unterricht mitnehmen.

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