Seehausen/Beuster l Nachdem einige Kommunalpolitiker Nachfragen zu den beiden von den Planern vorgeschlagenen Varianten für die Ortsdurchfahrt Beuster hatten und neue Ideen zu Parkplätzen entlang der Straße präsentiert hatten, war die Beschlussvorlage zurück in die Ausschüsse und erneut in den Stadtrat verwiesen worden.

Zur Erinnerung: Der Landkreis Stendal will möglichst noch im kommenden Jahr seinen Teil der Ortsdurchfahrt aus Richtung Esack kommend bis zur Wehlstraße sanieren, wo die Verkehrsader in Richtung Geestgottberg abbiegt. Mit der Investition des Kreises wäre dann die Breite Straße sozusagen als infrastrukturelles Herzstück des Elbedorfes komplett erneuert. Denn die Kommune hat ihren Teil bereits neu bauen lassen.

Auch wenn der Kreis Baulastträger des neuen Abschnittes ist, ist die Kommune nicht aus der Verantwortung entlassen, weil sie für die Nebenanlagen zuständig zeichnet. Womit sich erklärt, warum die Meinung der Stadträte und des Seehäuser Bauamtes neben dem Fahrbahnbelag insbesondere zur Gestaltung von Gehwegen, Parknischen, Entwässerung, Straßenlaternen oder Begleitgrün gefragt ist.

Nach einer erneuten Besprechung zwischen Landkreis, Gemeinde und Planungsbüro vor gut drei Wochen wurde inzwischen eine dritte Bauvariante ausgearbeitet, die den Vorstellungen der Stadträte und den in einer Bürgerversammlung geäußerten Vorschlägen am nächsten kommt und der Kommune nebenbei ordentlich Kosten spart. Denn der Eigenanteil, den die Stadt voraussichtlich zu tragen hat, wird sich mehr als halbieren und würde laut Kostenschätzung voraussichtlich „nur“ noch bei rund 180.000 Euro liegen. Wobei diese Summe noch über das Entflechtungsgesetz bezuschusst würde. Wie hoch, ist noch nicht bekannt, weil sich für das kommende Jahr Änderungen bei der Förderrichtlinie ankündigen. Auch die Anlieger werden ohne Detailplanung noch mit der Ungewissheit leben müssen, wie hoch sie per Straßenausbaubeitragssatzung für die Nebenanlagen anteilig zur Kasse gebeten werden. Wenn das Land die Beiträge ganz abschafft, bleiben sie vielleicht ganz und gar verschont.

In jedem Fall sprechen sich die Stadträte für das gleiche Betonpflaster aus, wie es schon im Rest der Breiten Straße verlegt ist. Ein Gehweg (1,50 Meter plus 50 Zentimeter Sicherheitsstreifen) ist bei einer Fahrbahn von 5,50 Metern Breite nur auf der östlichen Straßenseite geplant. Gegenüber werden die Bankette grün, aber auf einer Breite von zwei Metern so befestigt, dass das Parken zwischen den alten Bäumen möglich ist, die weitgehend erhalten und bei den Arbeiten besonders geschützt werden sollen.