Osterburg l Nach den Zahlen aus dem Einwohnermeldeamt des Osterburger Rathauses waren am 30. Juni noch 9980 Kinder und Erwachsene mit ihrem Hauptwohnsitz in der Einheitsgemeinde registriert. Damit ist die Einheitsgemeinde wieder unter die 10.000-Schwelle gerutscht. Das Minus für die Kernstadt (jetzt noch 5764 Einwohner) fällt mit acht Verlusten aber sehr moderat aus, wie der Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2018 zeigt. Da hatte die Kernstadt noch einen Verlust von 58 Einwohnern registrieren müssen. Ein zweistelliges Minus muss dagegen Erxleben verkraften (-12), das Dorf zählt aktuell noch 276 Einwohner. Spürbar büßten zudem Polkern (-7), Rengerslage, Storbeck und Walsleben (jeweils -6) ein.

Zehn Dörfer der Einheitsgemeinde verzeichneten in den ersten sechs Kalendermonaten dagegen Zugewinne. An der Spitze dieser Liste finden sich Düsedau (+8), Dequede und Meseberg (beide +2) wieder.

Was zudem Mut macht: Nach den Erhebungen aus dem Einwohnermeldeamt standen 150 Wegzügen im Zeitraum von Januar bis Ende Juni 156 Menschen gegenüber, die sich im Rathaus als Neu-Einwohner der Einheitsgemeinde registrieren ließen. Während das sogenannte Wanderungssaldo für Osterburg also erfreulich ausfällt, klafft die Schere zwischen Geburten und Sterbefällen sehr weit auseinander. Denn erblickten im ersten Halbjahr lediglich 25 Mädchen und Jungen das Licht der Welt, die im Territorium der Einheitsgemeinde Osterburg zu Hause sind, musste die Kommune im gleichen Zeitraum insgesamt 82 Sterbefälle registrieren.

Abseits davon gibt die Halbjahresstatistik aus der Osterburger Verwaltung auch Aufschluss über die in der Stadt und den Dörfern lebenden Ausländer. Am 30. Juni waren insgesamt 118 Frauen und Männer aus anderen Nationen mit ihrem Hauptwohnsitz in der Einheitsgemeinde gemeldet. Und damit neun mehr als ein halbes Jahr zuvor. Am 31. Dezember 2018 hatte das Einwohnermeldeamt noch 109 Ausländer gezählt.