Seehausen l Die Elbebrücke zwischen Geestgottberg und Wittenberge, auf der der Verkehr auf der Bundesstraße B 189 von und nach Brandenburg fließt, wird auch bis zum Bau der Autobahn A 14 und einer neuen Flussquerung weiter ihren Dienst versehen. Das bekräftigte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel bei seinem jüngsten Besuch im Norden der Altmark, den Bernd Prange von der CDU-Ortsgruppe Seehausen federführend eingefädelt hatte und bei dem die Fernstraßenverlängerung im Mittelpunkt stand.

Dass es in einigen Köpfen „Horrorszenarien“ gibt, wonach die Brücke wegen Baufälligkeit gesperrt wird und der Verkehr riesige Umwege in Kauf nehmen muss, ist kaum nachzuvollziehen. Dass die alte Elbquerung perspektivisch saniert werden muss, ist bekannt und wird von langer Hand vorbereitet. Aber schon, als der Seehäuser Bauamtsleiter Guido Mertens das erste Mal aus dem Schreiben des beauftragten Planungsbüros im Seehäuser Rathaus zitierte, war immer die Rede davon, dass das erst geschieht, wenn die neue Brücke steht.

Das bestätigte auch der Leiter der Landesstraßenbaubehörde Nord, Manfred Krüger, der erläuterte, wie die Brücke saniert werden soll. Weil alte und neue Brücke dicht nebeneinander stehen sollen, würde es sich zum Beispiel anbieten, die Konstruktion der Spuntwände gleich so auszuweiten, dass die Pfeiler der alten Strombrücke für deren Sanierung mit trockengelegt werden können. Der Oberbau käme dann an die Reihe, wenn der Verkehr auf der Autobahnbrücke läuft.

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In dem Zusammenhang bestätigte er auch Planspiele für Radwege auf der alten Brücke, von denen die Anliegerkommunen derzeit nur träumen können. Wenn die Bundesstraße abgestuft ist, wären beidseitig Wege von einer Breite bis 1,60 Meter möglich, versicherte Krüger den Zuhörern, unter die sich auch der Wittenberger Bürgermeister Oliver Herrmann gemischt hatte.

Die künftige Radwegetauglichkeit sei ein ganz wichtiger Punkt für den Tourismus entlang der Elbe, betonte der. Und warnte eindringlich davor, dass es in ein paar Jahren auf relativ engem Raum zwei Autobrücken und eine Eisenbahnbrücken gebe, auf denen im schlimmsten Fall kein Radfahrer oder Fußgänger sicher über den Strom kommt.