Kossebau l Die Seehäuser Christdemokraten sehen sich in der Kommunalpolitik ihrer Verbandsgemeinde gut aufgestellt. Das machte Dirk John während der Wahlversammlung am Dienstagabend in der Kossebauer Gaststätte „Zum Deutschen Kaltblut“ deutlich. So sei die CDU stark in den Ratsgremien vertreten, führte der Ortsverbandsvorsitzende als Beleg ins Feld. Ganz besonders stolz sind die Christdemokraten über den Ausgang der jüngsten Wahl. Ihr Kandidat Rüdiger Kloth gewann die Abstimmung zum Verbandsgemeinde-Bürgermeister.

Kloth, seit Anfang Mai im Amt und von seinen Mitarbeitern im Rathaus, dem Zusammenspiel mit den politischen Gremien sowie seinem Aufgabenfeld sehr angetan („Die Arbeit macht mir viel Spaß“), nutzte die Versammlung in Kossebau, um sich bei den Christdemokraten für ihre Unterstützung im Wahlkampf zu bedanken. Dirk John stellte ebenso den Einsatz der Ortsverbandsmitglieder heraus. Die Basis für das schlagkräftige und vor allem auch geschlossene Auftreten der CDU verortete der Vorsitzende in der Fusion der bis dahin eigenständigen Orts-Ortsorganisationen Seehausen, Höhe, Groß Garz und Wische zu einem Verband, betonte der Vorsitzende. Und rief in diesem Zusammenhang in Erinnerung, dass sich maßgeblich Walter Fiedler für die vor zwei Jahren erfolgte Fusion stark gemacht habe. Auch Wolfgang Kühnel würdigte die Vorreiterrolle Fiedlers. Der CDU-Kreis-chef schätzte ein, dass sich der Zusammenschluss für die Seehäuser Christdemokraten bezahlt gemacht habe.

Dass die anwesende Parteibasis (17 von 40 Mitgliedern waren in Kossebau vor Ort) mit Blick auf den eigenen Ortsverband ein ähnlich positives Fazit zieht, zeigte sich in der folgenden Neuwahl des Vorstandes. Sie folgte sämtlichen Vorschlägen und wählte in geheimer Abstimmung Dirk John (17 Stimmen), Bernd Prange (16 Stimmen), Michael Apel (16 Stimmen), Gerald Kathke (17 Stimmen), Rüdiger Kloth (16 Stimmen), Annegret Schwarz (16 Stimmen) und Elke Totz (16 Stimmen) in die Führungsriege. Dirk John bestimmten die Mitglieder erneut zum Vorsitzenden, Höhe-Bürgermeister Bernd Prange bleibt sein Stellvertreter. Der neue Vorstand durfte sich anschließend über zahlreiche Glückwünsche freuen. Darunter auch von CDU-Landeschef Thomas Webel, dem Bundestagsabgeordnen Jörg Hellmuth sowie dem Landtagspolitiker Chris Schulenburg, die als Gäste an der Wahlversammlung teilnahmen.

Bei aller Zufriedenheit über die Situation im Verband sehen Mitglieder aber auch Spielraum für ein aktiveres Auftreten und eine stärkere Präsenz der Christdemokraten in der Öffentlichkeit. Dies forderte Walter Fiedler ein. Ein mögliches Beispiel dafür hat der Seehäuser bei der politischen Konkurrenz der Linken ausgemacht. Ihnen sei es gelungen, unter dem Titel „Seehausen links“ eine Gesprächs- und Veranstaltungsreihe zu etablieren, so Fiedler, der unter dem Dach der CDU gern ein ähnliches Angebot aufgebaut sehen möchte. Dabei müsste es längst nicht nur um politische Themen gehen. „Ich könnte mir zum Beispiel sehr gut vorstellen, über Organspenden zu sprechen“, unterstrich der Seehäuser seine Bereitschaft, sich selbst aktiv in diese mögliche Veranstaltungsreihe einzubringen.