Osterburg l In Sachen Kinderbetreuung lässt die Einheitsgemeinde Osterburg die Tür ein Stück weit auf. Bürgermeister Nico Schulz, der für Sonnabend den Verwaltungsstab der Kommune einberufen hatte, machte mit Blick auf diese Konsequenz aus der Corona-Pandemie deutlich: Gemäß der Ankündigung aus der Landesregierung sind alle kommunalen Kindereinrichtungen zwar ab dem morgigen Montag generell geschlossen. Für alle Kinder, deren Eltern berufstätig sind und die eine Betreuung in häuslicher Umgebung nicht absichern können, ist aber ab sofort eine Notbetreuung sichergestellt. Dabei macht die Einheitsgemeinde Osterburg keinen Unterschied zwischen Kindern von Ärzten, medizinischem Personal sowie weiteren Beschäftigten der sogenannten kritischen Infrastruktur oder eben anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Die Notbetreuung stehe somit Kindern aller berufstätigen Eltern zur Verfügung, betonte der Osterburger Bürgermeister. Eine Ausnahme aber gebe es. Mädchen und Jungen, die erkennbar an Erkältungs­symptomen leiden, würden in der Notbetreuung nicht angenommen. Diese Kinder seien zu Hause zu betreuen, hieß es aus dem Osterburger Rathaus. Nico Schulz bat für diese Entscheidung um Verständnis. Gleichzeitig apellierte er an alle Einwohner, durch besonnenes Verhalten dazu beizutragen, mit einer Unterbrechung der Infektions­kette einer schnellen Verbreitung des Virus entgegen zu wirken.

Bei der Einrichtung der Notbetreuung hat sich die Einheitsgemeinde nicht auf eine Tagesstätte oder zwei Standorte beschränkt. Ganz im Gegenteil, dieses Angebot würden sämtliche kommunale Einrichtungen unterbreiten. Dabei handelt es sich um die Horte an den Grundschulstandorten in Osterburg und Flessau sowie um die Kindertageseinrichtungen „Jenny Marx“ (Osterburg), „Zwergenland“ (Rossau), „Die kleinen Strolche“ (Walsleben) und „Kleiner Fratz“ (Königsmark). Abseits davon würden auch die Tagesstätten der freien Träger Osterburger Lebenshilfe (in Flessau) sowie DRK und Borghardtstiftung (in Osterburg) nach den Erkundigungen der Verwaltung ähnlich verfahren wie die Kommune. Genauere Informationen müssten aber direkt in den betreffenden Einrichtungen erfragt werden, hieß es aus dem Osterburger Rathaus.