Rohrbeck l Dafür reisten zum Beispiel Paul Papendieck aus Berlin und Matthias Steinke aus Hamburg an. Ehrensache, finden die Altmärker. Christoph Schmack brachte aus der Hansestadt gleich noch seine Freundin mit, die sich ebenfalls ein Fußballtrikot überstreifte. „Unsere ganze Familie ist dabei“, betonte Mutter Amrei, die als dreimalige Marmeladenkönigin den Pokal behalten darf.

Doch bevor „Rohrbecks süßer Gipfel“ frisch gekürt wurde, ging es sportlich zur Sache. „Wir hatten schon letzten Donnerstag mit den Himmelsstürmern gegen Osterburger Teams ein Turnier“, erzählte Gastgeber Helmut Sasse. Seit Jahren kommen die „Himmelsstürmer“ aus Hannover in das Altmarkdorf. „Ein Freund von mir ist da Diakon und trainiert in einer Freizeiteinrichtung ein Fußballteam“, klärte Sasse auf.

Nach 12 Minuten Spielzeit jeder gegen jeder stand fest: Gegen Moritz‘ Team hatte keiner eine Chance, nach dem Motto: Es sind die Jüngsten doch nicht die Geringsten. Von Jan Unger mit seinen zehn Lenzen als Grünschnabel über Tim Rodenbeck, Moritz Schmack, Adrian Rebitzer, Paul Kunze und Leon Schulze bis hin zu Tim Zimmermann (15) gaben sie Vollgas. Auf dem 2. Platz landete der Vorjahressieger - das Team Ballern mit Spielern vom SV Eintracht Walsleben, auf dem 3. Platz Team Keta mit Johannes Schmacks Kickern. Den 4. Platz mussten sich punktgleich die Mannschaften Himmelsstürmer I und II und Christoph Schmacks Truppe teilen. Ein absolutes Novum in 20 Jahren.

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Nach einer Stärkung mit Schwein am Spieß, das wiederum Peter Schmack eifrig von morgens früh halb sieben gedreht hatte, legten die Volleyballer los. Bismarker und Königsmarker kamen als neue Konkurrenten dazu.

„Ich freue mich, dass beim Marmeladenwettbewerb erstmals unsere Wohngruppe Walslebener Straße mit drei Marmeladen vertreten war“, bemerkte Organisatorin Kerstin Sasse. „Zu süß“ oder „fruchtig-herb-lecker“ kommentierten die Verkoster. Neun Marmeladen galt es zu bewerten, fünf Punkte durften maximal vergeben werden. Mit 143 Punkten schnappte sich tatsächlich die Wohngruppe mit ihrer Mirabellen-Zimt-Variante den Gipfel. Amrei Schmacks Aprikosenmarmelade bekam 141 Punkte und damit den 2. Platz und den 3. Platz sicherte sich die Wohngruppe auch noch mit 129 Punkten und ihrer anderen Mirabellenmarmelade. David Nahrstedt und René Blatter nahmen den Pokal stellvertretend entgegen. Brombeer, Pflaume, Kirsche und Heidelbeere hatten diesmal das Nachsehen.

Kaffeepause mit Kuchen von Mitgliedern des federführenden Dorfvereins rundete den süßen Part ab.

Abends lieferten Tick2loud passend zu Deftigem vom Grill den richtigen Beat, um sich die Kalorien wieder abzutanzen. Da war bei Familie Schmack noch lange nicht Schluss.