Düsedau l Erster Einsatz für sechs freiwillige Feuerwehren im neuen Jahr: Kameraden aus Osterburg, Calberwisch, Düsedau, Erxleben, Meseberg und Polkau wurden am Sonnabend gegen 18 Uhr zum Düsedauer Bahnhofsgebäude alarmiert. Dort brannte es. Durch das schnelle Handeln der Brandbekämpfer konnte Schlimmeres verhindert werden. Wie Einsatzleiter und Einheitsgemeinde-Wehrleiter Sven Engel sagte, wurde zunächst angenommen, dass das gesamte rund 90 Quadratmeter große Gebäude in Nachbarschaft des Bahnübergangs vom ausgebrochenen Feuer eingenommen wurde. Das bestätigte sich nicht. Personen wurden nicht verletzt.

Eine „starke Rauchentwicklung“ stellten die Einsatzkräfte kurz nach dem Eintreffen am Brandort fest. „Wir haben sofort einen Innenangriff durchgeführt“, blickte Engel auf den Einsatz zurück. Für die Wasserversorgung wurden zwei Hydranten „angezapft“. Wie sich herausstellte, stand der vordere Raum, der wohl einst als Gepäckstation des Bahnhofs genutzt wurde, in Vollbrand. „Er befand sich kurz vor einer Durchzündung“, so Engel zu einer möglichen Explosion, die verhindert werden konnte. Um zu erkunden, ob und wie sich das Feuer ausbreitete, schufen die Blauröcke an einigen Stellen Zusatzöffnungen. Ergebnis: Der Brand war „nur“ auf einen Raum begrenzt.

Trotzdem waren viele Atemschutzgeräteträger für den Einsatz, zu dem auch die Bundespolizei, die Polizei aus der Biesestadt und der Rettungsdienst gerufen wurden, nötig. „Die Reserven waren schnell aufgebraucht“, resümierte der Einsatzleiter, der froh war, dass 55 Mitglieder in Düsedau involviert waren. „Das Zusammenspiel hat sehr gut funktioniert.“ Zur Sicherheit der Feuerwehr-Mitglieder wurde die Bahn­strecke gesperrt, zudem veranlasste der Bahnmanager, der ebenfalls vor Ort war, dass die Oberleitung abgeschaltet wurde. Engel, der sich bei allen Kameraden bedanken möchte, spricht von einem sehr materialintensiven Einsatz, der gegen 21.30 Uhr beendet war. Beispielsweise müssten die vielen genutzten Schläuchen nun geprüft werden. Die Mitglieder der Düsedauer Ortswehr übernahmen die Brandwache in den Nachtstunden.

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Es entstand Schaden von „mehreren tausend Euro“, teilt die Polizei mit. Der Brandort wurde beschlagnahmt, die Kripo nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Wer Hinweise zum Tathergang geben kann, soll sich bei der Polizei melden: Telefon 03931 / 68 52 92.