Arneburg l Der Elberadweg, der seit vielen Jahren von Arneburg in Richtung Groß Ellingen, durch Hohenberg-Krusemark und Schwarzholz nach Osterholz wieder an die Elbe führt und ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor für die Region ist, könnte eine Änderung des Streckenverlaufes erfahren. Das letzte Wort hat in dieser Angelegenheit das Landesverwaltungsamt, das natürlich die Meinungen der betreffenden Kommunen und des Tourismus-Zweckverbandes abwägen müsse.

Die Mitglieder des Arneburger Kultur- und Heimatvereins setzten sich bei ihrem Treffen kürzlich mit dieser Thematik auseinander. Sie favorisieren einen Verlauf von Arneburg nach Dalchau. „Es gibt ab Arneburg die Möglichkeit, eine Strecke zu benutzen, die weit am Fluss vorbei führt“, teilt Lothar Hinz, auf die bestehende Route bezogen, mit. Die Heimatfreunde würden eine Strecke nahe der Elbe bevorzugen. „Wir favorisieren die Strecke vom Ausgang Arneburg über Dalchau nach Altenzaun, weiter vorbei an der York-Eiche mit Yorkstein und dem napoleonischen Schlachtfeld“, schätzt der Heimatverein diesen Abschnitt für Pedalritter als interessanter ein als die gegenwärtige Tour etwas fernab der Elbe. Auch, dass die Radler zuvor auf die Industrieanlage treffen, sei kein Nachteil. Von Altenzaun müsten die Fahrradfahrer weiter in Richtung Rosenhof, vorbei an der Kirchenruine Käcklitz, nach Büttnershof „geschickt“ werden, so die Meinung des Arneburger Kultur- und Heimatvereins. Der zuletzt genannte Part ist auch Bestandteil des aktuellen Elberadweges. „Wir hoffen, dass bei weiterer Planung dieser Vorschlag Berücksichtigung findet“, teilt Lothar Hinz im Namen des Vereins mit.

Die Radler wollen möglichst nah an der Elbe unterwegs sein, sagte die beim Landkreis für das Radwegenetz verantwortliche Simone Tandeck. Deshalb werde ein neuer Verlauf geprüft. Die Gemeinde Hohenberg-Krusemark kann dagegen nicht nachvollziehen, dass eine neue Trasse in Planung ist. Die Radler, die auf dem Elberadweg, der zu den beliebtesten Fernradwegen in Deutschland zählt, unterwegs sind, würden sich nur positiv über die Hohenberg-Krusemarker Region aussprechen. Eine Änderung des Verlaufs hätte die Folge, dass Groß Ellingen, Hohenberg-Krusemark und Schwarzholz nicht mehr zum Streckennetz des Elberadwegs gehören und nicht mehr ausgeschildert werden.