Osterburg l Amely war schon Tage zuvor ganz aufgeregt und basteltete im evangelischen Kindergarten aus Pappteller und grüner Folie ihren Lampion. Die kleine Ann-Sophie aus Berlin besuchte ihre Freunde Leopold und Fiorenza aus Dobbrun, mit ihren drei Sonnen-Laternen bildeten sie ein hübsches Trio. Auch das kühle Wetter konnte sie davon nicht abhalten, am Dienstagabend (2. Oktober) mitzuspazieren.

„Umzüge im Oktober haben in Osterburg schon vor meiner Zeit als Wehrleiter Tradition. Nach der Wende rutschte der Termin vom 7. auf den 2. Oktober, vom Tag der Republik auf den Vorabend vom Tag der Deutschen Einheit“, erklärte Sven Engel. 22 Kameraden zählte er. Daniel Ludwig hatte 14 Mitglieder der Jugendwehr im Schlepptau, die mit Fackeln den Tross flankierten. Und 13 Schützlinge der Kinderfeuerwehr machten die Feuerwehr Osterburg komplett. Nur zu schade, dass zum schlechten Wetter auch noch die Ferienzeit dazukam, durch die sich die Beteiligung der Bevölkerung in Grenzen hielt.

„Ein großes Dankeschön geht an den Landwirt Ohnesorge für die Bereitstellung der Flächen, an Daniel Köhler ebenso. Er hat Tannengrün und Buschwerk herangeschafft, damit wir den Abend am Feuer gemütlich ausklingen lassen können“, so der Wehrleiter. Auch die Polizei, die für die Straßensperrung verantwortlich war, und das Team vom Biesecafé verdiente sein Lob. Denn nach dem Marsch von der August-Bebel-Straße über die Breite Straße und Jüdenstraße zum Biesebad gehört eine Bratwurst einfach mit dazu.

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Manch Wanderer wartete nicht einmal das Hineinwerfen der Fackel ab, sondern blieb gleich an der Imbissbude stehen. Zu Ostern gibt es dann den nächsten Umzug.