Seehausen l In der letzten Sitzung des Bau- und Ordnungsausschusses des Seehäuser Verbandsgemeinderates im alten Jahr war die Förderung eines Hilfeleistungsfahrzeuges (HLF 20) für die Feuerwehr Krüden-Vielbaum noch eine vorsichtige Ankündigung auf Nachfrage von Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) im zuständigen Referat des Innenministeriums Sachsen-Anhalts (wir berichteten). Kurz vor Heiligabend flatterte jetzt auch der schriftliche Bescheid in der Gemeinschaftsverwaltung ein.

Demnach bekommt die Verbandsgemeinde als Trägerin des Brandschutzes an Elbe und Aland ebenso wie die benachbarte Einheitsgemeinde Osterburg 190 000 Euro Zuschüsse für die Neubeschaffung.

Die Investition ist nötig, weil das alte Einsatzfahrzeug der Blauröcke um Wehrleiter Lutz Mewes in die Jahre gekommen ist, aber vor allem auch weil auf die Einsatztruppe mit der A 14 eine neue Verantwortung zukommt, für die sie entsprechend ausgerüstet sein muss. Mit der Fördermittelzusage können die Verantwortlichen den Kauf eines neuen Fahrzeuges endgültig eintakten und müssen keinen Plan B aus der Tasche zaubern.

Bei voraussichtlichen Kosten von rund 450 000 Euro müssen die Verbandsgemeinde und die fünf Mitgliedskommunen immer noch den größeren Brocken der Investition aus eigener Kraft stemmen. Die finanziellen Weichen sind allerdings längst gestellt. Die 50 000 Euro, die die Verbandsgemeinde pro Jahr für Ersatzbeschaffungen dieser Art anspart, wurden für 2020 und 2021 um jeweils 30 000 Euro aufgestockt, damit nach vier Jahren 2022 der Eigenanteil von 260 000 Euro zur Verfügung steht – dann, wenn die Zuschüsse fließen.

Die Zeit braucht es allerdings auch, weil über die Landesbeschaffung noch ein Modell ausgewählt werden muss und weil die Lieferzeit mit einer derart komplexen Ausstattung schon einmal zwölf Monate dauern kann.

Wie so ein modernes, allradgetriebenes Hilfeleistungsfahrzeug aussehen könnte, das Platz für eine ganze Einsatzgruppe bietet und neben einem Löschwassertank unter anderem über Pressluftatmer, Schere, Spreizer, Hebekissen, Hochleistungslüfter, Motorsäge, eine Lichtanlage und vieles mehr verfügt, haben sich die Feuerwehrleute schon einmal im Sommer vom Feuerwehrausrüster Magirus am Seehäuser Gerätehaus zeigen lassen.