Osterburg l Schüler aus Osterburg verfolgen aufmerksam die „Fridays for future“-Bewegung. Sie sehen ebenfalls mit Sorge auf den Klimawandel, tauschten sich mit Salzwedeler Schülern aus. Dort gibt es bereits wie in vielen Städten eine Ortsgruppe. Eine Bildung ist an der Biese nicht ausgeschlossen, allerdings hatte die vom Verein „KinderStärken“ organisierte Veranstaltung in den Räumen der Stadt- und Kreisbibliothek nicht explizit die Aufgabe, Osterburger dafür zu animieren.

Schülerstreik wurde organisiert

„Wichtig ist, dass ihr euch für den Klimawandel interessiert“, sagte Jannik Brunke (18), der zusammen mit Isabel Junger (15), Leah Schönwald und Manjana Mertens (beide 16) interessierte Osterburger Schüler aus dem Gymnasium und der Sekundarschule besuchte. Die Salzwedeler haben bereits auf sich aufmerksam gemacht, organisierten Mitte März einen Schülerstreik in der Jeetzestadt und protestierten dort mit knackigen Sprüchen auf den Plakaten („Das Klima ist aussichtsloser als unser Mathe-Abi“). „Ihr müsst nicht mit Biegen und Brechen einen Streik initiieren“, betonte Jannik Brunke, der laut seiner Aussage Spaß am Mitorganisieren hatte. Wichtig sei, dass sich an den an vielen Orten stattfindenden Streiks viele Demonstranten beteiligen.

Käthe Leischke, Hauptorganisatorin von dem in der Region umtriebigen Verein „KinderStärken“ mit Sitz in Stendal, nahm den Kontakt zu den Salzwedelern auf. Sie stellte sich im Vorfeld die Frage „Wie habt ihr denn das mit dem Streik gemacht?“ und konnte sich vorstellen, dass die Antworten auch die Osterburger Schüler interessiert. Beim Treffen ging das Quartett auch auf den Beginn der nun weltweiten Bewegung ein, den die Schwedin Greta Thunberg (16) mit einem Streik vor dem Schwedischen Reichstag in Stockholm entfachte. Mittlerweile gibt es in Deutschland 420 Ortsgruppen. Das sei ein Beleg dafür, dass „die Schüler vor dem Klimawandel Angst haben.

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Alarmierende globale Erwärmung

Alle müssten aufwachen und ihr Verhalten ändern“, betonten die Salzwedeler. Unter anderem fordert die deutsche Bewegung einen Kohleausstieg bis 2030. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich die Erde bereits um circa ein Grad Celsius erwärmt. „Eigentlich ist dies schon eine Klimakatastrophe“, meinte Manjana Mertens, die auch die Prognose des IPCC (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) erwähnte, dass die globale Erwärmung zum Ende des Jahrhunderts weiter um vier bis sechs Grad ansteigen werde, wenn nichts unternommen wird.

Die Mitglieder der Ortsgruppe aus der Jeetzestadt würden sich freuen, mit den Osterburgern zu einigen Demos zu fahren. Beispielsweise nach Aachen. Dort rufen mehrere Landesgruppen von „Fridays for Future“ am 21. Juni zu einem internationalen Klimastreik auf.