Seehausen l Dass die Software der ersten Generation der Digitalfunkgeräte für die Feuerwehren des Landes wegen eines Eigentümerwechsels beim Gerätehersteller bald nicht mehr aktualisiert werden soll, kommt die Verbandsgemeinde Seehausen teuer zu stehen. Auch die 34 Wehren, die zwischen Elbe, Aland und Zehrental ehrenamtlich ihren Dienst versehen, müssen mit neuen Geräten versorgt werden, um die ordnungsgemäße Einsatzfähigkeit nicht zu gefährden. Und das bis spätestens bis Ende 2020. Ab da sollen die „alten“ Geräte nicht mehr nutzbar sein.

Rund 100 Handfunksprechgeräte sind davon betroffen, so Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth. Obwohl die Kommune über die zentrale Beschaffung beim Land auf einen Stückpreis von unter 1000 Euro hofft, kommen immer noch knapp 100.000 Euro für eine Investition zusammen, die genau genommen noch nicht und schon gar nicht auf einen Schlag nötig wäre. Ob eventuell noch Festgeräte in den Einsatzfahrzeugen der Wehren betroffen sind, wird derzeit geprüft.

Da ist es schon eine gute Nachricht, dass das Land die Aktion voraussichtlich mit 50 Prozent bezuschussen will. Was eigentlich nicht sein müsste, weil die Verantwortlichkeit für den Brandschutz bei den Kommunen – in dem Fall bei der Verbandsgemeinde Seehausen – liegt. Trotzdem müssen 50.000 Euro im Haushalt berücksichtigt werden. Das soll allerdings in zwei Jahresscheiben (2019 und 2020) erfolgen. Aber auch so ist das noch eine stolze Summe, so Kloth. Zum Vergleich: 50.000 Euro entsprechen ungefähr dem, was die Verbandsgemeinde nach Möglichkeit jährlich im Etat anspart, um Ersatzinvestitionen bei den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren zu stemmen – gebraucht aus eigener Tasche oder für neue Fahrzeuge mit Hilfe von Zuschüssen.

An der Investition für die Funkgeräte führt kein Weg vorbei, wenn die Feuerwehren untereinander, über die hiesigen Grenzen hinaus oder mit der Leitstelle kommunizieren wollen. Und nicht nur Seehausen ist betroffen.