Werben l Das Denkmal möchten die Mitglieder des Altmärkische Heimatbundes und Interessenten auf einer Exkursion in Augenschein nehmen. In der Zitadelle in Berlin-Spandau. Eine Kopie dieses Abbilds, allerdings in Bronzeguss, soll 2020 auch das Areal des Komtureigeländes in Werben schmücken.

Seit 2013 arbeiten die Akteure des Arbeitskreises und der Vorstand des Altmärkischen Heimatbundes unter dem Gladigauer Pfarrer Norbert Lazay an dem Vorhaben, das einstige Denkmal des Markgrafen in Werben wiederzuerrichten. Das Thema Albrecht der Bär brachten sie in wissenschaftlichen Fachtagungen und im Zusammenhang mit dem Fürsten stehenden Burgenexkursionen der interessierten Gästeschar näher.

Zwei Touren, eine in die östliche, die andere in die westliche Altmark, gingen in den beiden Vorjahren vonstatten. „In diesem Jahr führt die Reise an drei Orte, die mit Albrecht dem Bär in Verbindung stehen“, informierte Norbert Lazay. Der erste „Haltepunkt“ der Exkursion, die am Sonnabend, 27. April, stattfinden wird, ist die Zitadelle in Spandau. Die Renaissance-Festung mit dem ältesten Gebäude der Hauptstadt beherbergt auch Standbilder und Büsten der ehemaligen Siegesallee - darunter auch die von Markgraf Albrecht, der Bär.

An dieser dritten vom Altmärkischen Heimatbund organisierten Exkursion, die in Osterburg starten wird, wird mit Lutz Partenheimer auch der Markgraf-Albrecht-Experte und Herausgeber der Albrecht-Biographie teilnehmen, der für Fragen um die Person des ersten Markgrafen Brandenburgs natürlich zur Verfügung stehen wird.

Weitere Ziele

Weitere Ziele der Fahrt, für die sich schon Interessenten angemeldet haben, aber auch noch Plätze frei sind, sind das Gut Mötzow bei Brandenburg, wo sich die Teilnehmer am Buffet stärken können, der Dom zu Brandenburg mit einer geplanten Führung und Havelberg. „Als letzte Station besuchen wir den Dom dort und werden danach in der Domkurie Kaffee und Kuchen bekommen“, so der Vorsitzende des Altmärkischen Heimatbundes.

Lazay verwies auch auf die Fülle von Veranstaltungen, zu dem das Land Brandenburg anlässlich des 850-jähriges Todestags des Askanierfürsten einlädt. „Sie sind stolz auf ihren Gründungsvater.“ Auch Werben könnte mit dem künftigen Denkmal „ein gewisses Schwergewicht“ erhalten und auf sich aufmerksam machen, so Lazay.

Das Denkmal für Werben soll in Bronze entstehen, die Enthüllung ist für Spätsommer/Herbst des nächsten Jahres vorgesehen. Noch warten Arbeitskreis und Altmärkischer Heimatbund auf die denkmalrechtliche Genehmigung. Sobald diese erteilt sei, wird die knapp fünf Meter hohe Statue (inklusive Sockel) zur Fertigung in Auftrag gegeben.

Die Figur des Askanierfürsten gehörte einst zum Vorplatz-Areal der St. Johanniskirche. Das Denkmal war ein Geschenk Kaiser Wilhelms, der damit den Einsatz des Markgrafen für die Stadt Werben würdigte. Schließlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Geschichte der Elbestadt und der Person Albrecht des Bären. Er verlieh Werben das Markt- und Stadtrecht. Zudem ordnete er 1160 an, die Einkünfte der Kirche dem Johanniterorden zukommen zu lassen.