Goldbeck l Zwar kein Weihnachts- aber ein Sommergeschenk macht die Verbandsgemeinde „ihren“ Goldbecker Schülern. Unmittelbar neben der Sekundarschule und gegenüber der Sporthalle, die sich im neuen Jahr auf eine energetische Sanierung freuen darf, wächst der Neubau einer modernen Grundschule heran. Die Einweihung soll im Sommer und somit für das Schuljahr 2020/21 vonstatten gehen.

Allerdings wird das Gebäude teurer als erwartet. Wie Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau jüngst während der Sitzung des Verbandsgemeinderates Arneburg-Goldbeck äußerte, würden die Nachträge „nicht außerhalb des Kostenrahmens“ liegen. Im nicht öffentlichen Sitzungsteil wurde die Summe auf rund 50.000 Euro beziffert, die vom ursprünglichen Kalkulationsansatz abweicht. „Einige Nachträge sind noch in Klärung“, machte Schernikau im Gespräch mit der Volksstimme deutlich, dass die Verbandsgemeinde die Summen akribisch prüft.

Zum Teil sind die Mehrausgaben dem späteren Beginn der Baumaßnahme und speziellen Leistungen beim Dach geschuldet. Das Gewerk der Zimmerarbeiten wurde damals nochmal ausgeschrieben, was einen zeitlichen Verzug brachte. Das beauftragte Unternehmen aus dem erzgebirgischen Hilmersdorf ist für den Einbau der aus Kiefernholz bestehenden Dachbinder verantwortlich. Der erste Part des Dachs ist gedeckt, der zweite Teil noch nicht. Das gesamte Vorhaben nimmt rund 1,9 Millionen Euro in Anspruch. Die Verbandsgemeinde hofft, dass sich einerseits die Nachträge in Grenzen halten und der neue „Fahrplan“ mit der Realisierung spätestens im August von den Firmen umgesetzt wird.

Mit dem künftigen neuen Domizil der Erst- bis Viertklässler wird das bisherige an der Alten Dorfstraße gelegene Schulgebäude, das im Jahr 1900 errichtet wurde, ungenutzt. Was die Gemeinde Goldbeck mit dem kommunalen Objekt macht, steht noch in den Sternen.